Die Schotten hatten die Wahl!


Und sie haben von ihrem Wahlrecht GEBRAUCH gemacht. Schottland hat sich im gestrigen Referendum mehrheitlich gegen eine Unabhängigkeit von Großbritannien ausgesprochen. Mit rund 55,5% stimmten die Schotten gegen eine Unabhängigkeit. Das Endergebnis steht zwar noch nicht fest, aber viel wird sich in den nächsten Stunden nicht mehr ändern. Der schottische Regierungschef und Chefprotagonist der Unabhängigkeitskampagne,  Alex Salmond, räumte die Niederlage ein. Die Schotten hatten eine Chance, und sie haben sie demokratisch genutzt.
Ein Sieg der Demokratie?
Es wird sich in den kommenden 5 Jahren herausstellen, ob sich die Schotten für das RICHTIGE entschieden haben. Gestern hat die Mehrheit entschieden kein unabhängiges Land zu werden! Echte und aufrichtige Demokraten werden das Ergebnis akzeptieren. Die anderen werden Verschwörungstheorien in die Welt setzen und das Wahlergebnis anzweifeln. Die Yes-Abstimmer sind natürlich tief enttäuscht. Aber gestern hat sich Schottland höchstwahrscheinlich für lange Zeit verändert! David Cameron ist es gelungen, die Abspaltungsbestrebungen abzuwehren. Ein klarer Sieg für die britische Regierung und für David Cameron.
Letzte Chance? Letzte Hoffnung?
In allen seriösen Meinungsumfragen vor der Abstimmung gab es wochenlang ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen der YES- und NO-Fraktionen. Nun hat man in Schottland Gewissheit. Die Mehrheit der Schotten fürchtet sich davor ein unabhängiger Staat zu werden. Mit dem Wahlergebnis ketten sich die Schotten weiter an Großbritannien, mit allen VOR- und NACHTEILEN. Die Schottische Nationalpartei von Ministerpräsident Salmond hatte bis zuletzt vehement für die Unabhängigkeit gekämpft! Aber man konnte nicht genügend Wähler für ein eindeutiges YES mobilisieren. Nun geht ein tiefer Riss durch die schottische Bevölkerung, denn jede Verschlechterung durch die Briten, wird man immer in Schottland den NEIN-SAGERN anlasten.
 
Demokratie hat viele Vorteile!
Doch für Wahlverlierer wird sie stets schmerzhaft bleiben. Die Metropolen Glasgow oder Dundee stimmten mehrheitlich für die Abspaltung von Großbritannien, aber zum Erreichen des gewünschten Ziels reichte es nicht! Gemäß der Medienmeldungen lag die Wahlbeteiligung zwischen 85% bis 91%! Solche Spitzenwerte wünschen sich viele Politiker in demokratischen Staaten. 5 Millionen Schotten waren im Themenkreis der Unabhängigkeit monatelang gefangen. Ab heute beginnt ein neuer Abschnitt in der Geschichte Schottlands! Der sehr leidenschaftlich geführte Wahlkampf hat trotz der Niederlage der YES-Fraktion dazu geführt, dass die Schotten nun eine starke Verhandlungsposition gegenüber London haben,  und damit ihre Interessen in London besser vertreten können.
Foto Copyright: The Laird of Oldham/Flickr.com/CC BY-SA 2.0



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