Pflege-Bahr 2013: Erste Tarife im Test



Zum Jahresbeginn ist das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz in Kraft getreten. Private Versicherungen dürfen seither staatlich geförderte Pflegegeldversicherungen anbieten. Bislang haben die HUK-Coburg und Barmenia den sogenannten Pflege-Bahr in ihr Programm aufgenommen. Stiftung Warentest hat diese Tarife genauer unter die Lupe genommen.

Die staatlich geförderte Pflege­zusatz­versicherung ("Pflege-Bahr") wurde Ende November 2012 im Bundeskabinett beschlossen. Seit Jahresbeginn werden diese Tarife mit einer Zulage von maximal 60 Euro im Jahr vom Staat bezuschusst. Dafür müssen Versicherte im Monat mindestens 10 Euro der Beiträge selber zahlen. Der neue Pflege-Bahr soll Versicherte dabei unterstützen privat für den Pflegefall vorzusorgen. Zulagenberechtigt sind alle Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Eine Gesundheitsprüfung ist nicht notwendig. Risikozuschläge wegen Vorerkrankungen fallen somit weg.

Stiftung Warentest hat die Bedingungen und Leistungen der geförderten Pflegeversicherung von Barmenia und HUK-Coburg genauer betrachtet und merkliche Leistungsunterschiede zwischen den Tarifen ermittelt. Eine Beispiel-Person im Alter von 30 Jahren erhält für den monatlichen Mindestbeitrag von 15 Euro (staatlicher Zuschuss inklusive) bei der Huk in der Pflegestufe III 815,22 Euro ausgezahlt. Beim der Barmenia sind es mit 828,72 Euro deutlich mehr. Punkten kann die Barmenia auch mit der Option, das Pflegegeld schon vor Ablauf der Mindestversicherungszeit von fünf Jahren auszahlen zu lassen. Bei älteren Versicherten liegt hingegen die HUK-Coburg vorne. Hier zahlt ein 50-Jähriger beispielsweise 22,22 Euro im Monat bei der Barmenia sind es mit 24,78 Euro monatlich etwa 2,50 Euro mehr. Hinweis: Zur vollständigen Absicherung des Pflegefalls sind die getesteten Tarife nicht geeignet. Bei beiden Anbietern ergeben sich immernoch beträchtliche Leistungslücken, die beispielsweise durch die Rente oder weitere Pflegezusatz-Policen ausgeglichen werden müssen.

Es ist deshalb zu empfehlen, nicht nur die Angebote zum Pflege Bahr zu vergleichen, sondern zunächst zu klären, ob eine herkömmliche Pflegezusatzversicherung trotz fehlender Förderung die bessere Wahl ist. Faustregel: Der Pflege Bahr eigenet sich vor allem für bereits erkrankte Personen, die keine herkömmliche Police erhalten. Testergebnisse für normale private Pflegeversicherungen --



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