SO VERMEIDEN SIE SCHEINSELBSTSTÄNDIGKEIT



Scheinselbstständigkeit: In diesen Verdacht geraten leicht alle Kleinunternehmer, die nur für einen einzigen Auftraggeber arbeiten. Teuer kann dies vor allem für den Auftraggeber werden, warnt das Fachportal Lohn1x1.de im Internet.

Brandenburg (01.09.2014). Scheinselbstständigkeit kann teuer werden - vor allem für den Auftraggeber. Davor warnt das Fachportal für Lohnbuchhalter Lohn1x1.de. "Gelingt es einem Auftraggeber nicht, den Verdacht der Scheinselbstständigkeit zu widerlegen, dann muss er unter Umständen Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge für bis zu vier Jahre nachzahlen", erklärt Wolff von Rechenberg, Redakteur beim Lohnbuchhalter-Fachportal Lohn1x1.de. Weist man dem Auftraggeber Vorsatz nach, droht sogar ein Strafverfahren.

Scheinselbständigkeit: Lieber schon im Vorfeld jeden Verdacht ausräumen

Vor allem wenn Auftragnehmer weisungsgebunden arbeiten und in die Firmenstruktur des Auftraggebers eingebunden sind, steht der Verdacht der Scheinselbstständigkeit im Raum. Diese Kriterien hat der Gesetzgeber als Kennzeichen einer nicht selbstständigen Tätigkeit formuliert. "Ansonsten fehlt es an festen Kriterien", erklärt Fachredakteur Wolff von Rechenberg.

Um von vornherein Probleme zu vermeiden, sollten Unternehmen schon im Vorfeld alle Zweifel an einer Geschäftsbeziehung zwischen zwei Geschäftspartnern zerstreuen, wenn sie einen Auftrag an einen selbstständigen Dienstleister vergeben. Sie sollten in einem Vertrag genau Art und Umfang der Arbeiten festhalten sowie die Honorare, die für einzelne Tätigkeiten vereinbart wurden.

Lange Phasen, in denen der Auftragnehmer in Vollzeit arbeitet, sollten Unternehmen als Auftraggeber vermeiden. Sie sollten außerdem vertraglich festhalten, dass der Auftragnehmer nebenher auch für andere Kunden tätig sein und für den Auftrag auch Hilfskräfte einsetzen darf.

So vermeiden Kleinunternehmer den Verdacht der Scheinselbstständigkeit

Auch Kleinunternehmer können etwas tun, um ihre Stellung als Selbstständige zu untermauern. Gerade Einzelunternehmer, die keine Arbeitnehmer beschäftigen, geraten immer wieder ins Visier von Betriebsprüfern. "Ein gutes Mittel ist die Gründung einer Gesellschaft", rät von Rechenberg: "Für Einzelunternehmen empfiehlt sich beispielsweise eine Unternehmergesellschaft, kurz UG (haftungsbeschränkt) genannt."

Wer zu Beginn eines Dienstleistungsverhältnisses sicher gehen will, dass er keine Selbstständigkeit begründet, dem bleibt nur eine Adresse: Auftraggeber und Auftragnehmer können eine Prüfung durch die Deutsche Rentenversicherung Bund beantragen, die eigens dafür eine Clearingstelle betreibt.

Was Unternehmer und Selbstständige über Scheinselbstständigkeit wissen sollten und wie sie den Verdacht vermeiden können, lesen Sie ausführlich auf Lohn1x1.de:

Scheinselbstständigkeit vermeiden: Regeln und Tipps >> http://www.lohn1x1.de/Fachinfo/Scheinselbststaendigkeit-vermeiden-Regeln-und-Tipps.html

IHK-Tipps: http://www.frankfurt-main.ihk.de/recht/themen/arbeitsrecht/scheinselbstaendigkeit/index.html

http://www.existenzgruender.de/expertenforum/persoenliche_absicherung/archiv.php?archiv=201



Ihre Sicherheit und Privatsphäre im Internet sind uns wichtig! Es werden mittels des Einsatzes von Cookies keinerlei persönliche Daten gespeichert oder mit Dritten getauscht. Dennoch verwendet diese Website Cookies zur Steigerung von Funktionalität und Leistungsfähigkeit. Falls Sie weiter lesen und unsere Website verwenden, stimmen Sie dem Gebrauch von Cookies zu.

Schließen