Sterbegeldversicherung: Vergleichsweise geringe Beiträge und Leistungen



Mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz wurde das Sterbegeld ab dem 01. Januar 2004 als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung abgeschafft. Seither hat der Versicherungsmarkt diese Lücke durch die Sterbegeldversicherung gefüllt und ermöglicht älteren Menschen auf diese Weise, finanzielle Vorkehrungen für ihre Bestattung zu treffen. Ausnahme gibt es für Beamte: Hier gibt es noch Anspruch auf Sterbegeld für die Hinterbliebenen, geregelt im Beamtenversorgungsgesetz.

Heutzutage ist Altersarmut unter den Senioren weit verbreitet und viele von ihnen müssen sich damit auseinandersetzen, dass ihre finanziellen Mittel nicht mehr für eine würdevolle Beerdigung ausreichen. Im Rahmen einer Sterbegeldversicherung können die Betroffenen über einen langen Zeitraum geringere Beiträge einzahlen und sich so eine zuvor vereinbarte Versicherungssumme ansparen. Im Todesfall erhalten die Hinterbliebenen schließlich das Geld, das für die Organisation der Beisetzung genutzt werden soll.

Stiftung Warentest: Eintrittsalter entscheidend
Die Sterbeversicherung richtet sich vor allem an Menschen ab dem mittleren Alter, die eine gewisse Summe für ihre Beerdigung ansparen wollen. Erstaunlicherweise kann diese Versicherung mittlerweile auch schon für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren abgeschlossen werden. Obwohl ein geringes Eintrittsalter die monatlichen Beiträge deutlich reduziert, ist eine Sterbegeldversicherung für sehr junge Personen weniger geeignet. Dass das Eintrittsalter eine entscheidende Rolle bei der Beitragsberechnung spielt, zeigt sich auch in den Testberichten von Stiftung Warentest / Finanztest und anderen Testeinrichtungen. Entsprechend gab es erhebliche Preisunterschiede zwischen den 45- und 65-jährigen Modellkunden und für letztere Gruppe war der Abschluss einer Versicherung aufgrund der hohen Risikozuschläge kaum noch sinnvoll. Genau diesen Aspekt bemängeln auch Experten, denn mit steigendem Sterberisiko zahlen die Versicherten erheblich höhere Beiträge, die die Versicherungssumme beträchtlich übersteigen. Der Rat von Experten lautet deshalb: Sterbegeldversicherung vergleichen und genau prüfen, ob der Abschluss finanziell überhaupt lohnt.

Kleine Sterbekassen mit guten Angeboten
Neben dem Eintrittsalter wird der Monatsbeitrag außerdem von der gewünschten Versicherungssumme und der Beantwortung von Gesundheitsfragen beeinflusst. Dabei stellte sich in den Vergleichen heraus, dass vor allem bei kleineren Sterbekassen wie der Hinterbliebenenkasse für Heilberufe (HDH) oder der Fürsorgekasse von 1908 gute Angebote zu finden sind. Letztlich zählt: Je geringer zu Vertragsbeginn das statistische Sterberisiko des Versicherten ist, desto geringer ist auch der Beitrag.

Weitere Informationen
http://www.nlbv.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=17872&article_id=68429&_psmand=111
http://www.versorgungskassen.de/downloads/beamtenpensionen/m_Sterbegeld.pdf
http://www.jurawiki.de/SterbeGeld
http://www.svlfg.de/40-leistung/leis01_bg/leis0108_hinterbl_leist/leis010803_sterbegeld/index.html



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