BauGau beim BND: Wasserhähne geklaut. Dienstsitz geflutet.



Die Baustelle des Neubaus der BND-Zentrale an der Chausseestraße in Berlin-Mitte war schon öfter in den Schlagzeilen. Auf dem 10 Hektar großen Gelände sollen künftig rund 4.000 Mitarbeiter arbeiten.

Jetzt ist das Gebäude erneut Tatort eines bizarren Anschlags geworden: Unbekannte klauten die Wasserhähne auf der Baustelle und fluteten das Gebäude. "Vermutlich entstand ein Millionenschaden. Ermittler sprechen von einem Anschlag." schreibt Focus Online.

Für die geheimen Herren des BND ist das der Supergau an sich. Schon im Jahr 2011 war der BND-Neubau in die Schlagzeilen geraten. Damals waren geklaute Baupläne in der Öffentlichkeit bekannt geworden, die auch sicherheitsrelevante Details enthielten.

Eigentlich sollte der Neubau 2014 bezogen werden. Im vergangenen Jahr wurde bekannt gegeben, dass sich der Umzug bis ins Jahr 2017 verzögert, weil technische Probleme bei Bewegungsmeldern, Sensoren und dem Lüftungssystem auftraten.

Wahrscheinlich wird Berlin künftig nicht nur wegen des nicht fertig werdenden Flughafens, sondern auch wegen der deutschen Geheimdienst-Zentralen-BauGaus eher in den Annalen der Satiriker und Komödianten zu finden sein als in den Ruhmeshallen der Architekten und Bauindustrie.

Dass ausgerechnet das von einem privaten Sicherheitsdienst bewachte Hochsicherheitsgebäude des Bundesnachrichtendienstes, trotz Baukosten nahe an einer Milliarde Euro, offenbar so wenig gesichert ist, dass man dort in aller Ruhe solange Wasserhöhne abschrauben kann, bis durch Flutung Millionenschäden entstehen, ist unglaublich.

Diesem BND und seinen Kontrolleuren wird man künftig nichts mehr ohne genaue Prüfung glauben.



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