Dulig bei DAS



Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig überzeugt sich bei erfolgreichem Dresdner Unternehmen von der Dynamik sächsischer Außenwirtschaft

Dresden, 4. März 2015. Die DAS Environmental Expert GmbH will ihre globale Präsenz ausbauen. Dabei beobachtet das Dresdner Unternehmen insbesondere auch Schwellenländer aufmerksam, um geeignete Produkte und Technologien dort bei Bedarf anbieten zu können und neue, wachsende und potenziell interessante Märkte nachhaltig zu erschließen.

Bei einem Besuch überzeugte sich heute Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig von der Leistungsfähigkeit des sächischen Unternehmens. Die Außenwirtschaftsinitiative Sachsen unterstützt die DAS Environmental Expert GmbH dabei, ihre Aktivitäten auf den internationalen Märkten auszubauen. So startete das Dresdner Unternehmen gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Eschborn eine Initiative in Peru.

Umsatz fast komplett im Ausland erwirtschaftet

Die DAS Environmental Expert GmbH gehört bereits zu den besonders exportstarken sächsischen Unternehmen. Die Dresdner Umwelttechnik-Spezialisten betreuen Kunden weltweit. Sie liefern sehr viele ihrer Anlagen in das Ausland und erwirtschaften damit einen Anteil von 96 Prozent am Gesamtumsatz. Das Unternehmen verfügt über Niederlassungen in Taiwan, China, Singapur, Hongkong, Argentinien und den USA.

„Peru erlebte in den letzten zehn Jahren einen großen Wirtschaftsaufschwung. Steigende Steuereinnahmen und generell transparente gesetzliche Rahmenbedingungen führen zu einem stark verbesserten Investitionsklima“, sagt DAS-Geschäftsführer Dr. Horst Reichardt. Damit ist auch im Abwasserbereich eine positive Entwicklung zu erwarten: „Aufgrund der neuen Gesetze zur Einleitung von kommunalem und industriellem Abwasser (VMA) müssten zehntausende von Firmen ihr Abwasser behandeln lassen. Zudem plant die peruanische Regierung Investitionen von einer Milliarde US-Dollar im Abwassersektor. Deshalb wollen wir unsere Serviceleistungen und Anlagen dort anbieten.“

Seit September 2013 gelten in Peru neue gesetzliche Regelungen, nach denen Kommunen und Firmen dazu verpflichtet sind, ihr Abwasser nach maximal zulässigen Werten aufzubereiten. Das wäre ein großer Fortschritt. Denn Wasser ist in dieser klimatisch trockenen Region ein kostbares Gut.

Dresdner Umweltspezialisten unterstützen Ausbildung von Abwassertechnikern
Derzeit gibt es in Peru allerdings noch große Probleme bei der ordnungsgemäßen Abwasserentsorgung. Das hat seinen Grund auch darin, dass es in dem südamerikanischen Land sowohl an qualifizierten Abwassertechniker/-innen als auch an modernen Reinigungstechnologien mangelt, um eine fachgerechte Abwasserbehandlung durchzuführen und die neuen Höchstwerte einzuhalten, berichtet Romina Laumann von der GIZ: „In Peru werden deshalb noch drei Viertel der Abwässer unbehandelt ins Meer und in die Flüsse geleitet, mit dramatischen Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung und für die Umwelt.“

Im Rahmen von „develoPPP.de“, einem Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), haben sich deshalb DAS Environmental Expert und GIZ in einer Entwicklungspartnerschaft zusammengeschlossen, um Abwasser- und Umwelttechniker in Peru aus- und weiterzubilden. „Wir sind davon überzeugt, dass mit Hilfe von Ausbildungszentren die Behandlung des Abwassers deutlich verbessert werden kann“, unterstreicht René Reichardt, Leiter des Geschäftsbereich Wasserbehandlung bei der DAS Environmental Expert GmbH.

Abwassertechniker in Peru lernen an Anlagen der DAS

Um die Nachhaltigkeit des Projektes zu sichern, werden das zur Verfügung gestellte Knowhow, das Lehrmaterial und die ordnungsgemäße Nutzung der Versuchsanlagen kontinuierlich an lokales Lehrpersonal weitervermittelt. „Die von der DAS Environmental Expert GmbH mitfinanzierte Ausrüstung, insbesondere die Versuchsanlagen, bleiben den Ausbildungszentren auch nach Projektende erhalten“, erläutert René Reichardt. „Die zukünftigen Abwassertechniker lernen auch Anlagen für die Entsorgung von Industrieabwässern korrekt zu bedienen, Investitions- und Betriebskosten nachhaltig zu optimieren und Betriebsmittel ressourcenschonend einzusetzen.“

Eine Zusammenarbeit mit lokalen Bildungsinstitutionen sei hilfreich, um die Dresdner Umweltspezialisten und ihre in Peru teilweise wenig bekannten Entsorgungstechnologien vorzustellen und vor Ort Vertrauen zu wecken. Wenn das Projekt Erfolg hat, plant die DAS eine eigenständige Marktweiterentwicklung mit einem Partner vor Ort.

Das Dresdner Unternehmen verfügt derzeit in Südamerika über eine Niederlassung in Buenos Aires, Argentinien. Dort betreibt die DAS zudem eine umfangreiche Anlage zur Abwasser-entsorgung bei einem Getränkehersteller. Eine weitere Anlage befindet sich bei einer großen Molkerei in Montevideo, Uruguay.



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