Blogs / 2015 / Mai

Das Marmelade-Attentat



Der deutsche Frontex-Direktor wurde in Berlin mit Marmelade attackiert. Man bewarf den deutschen Direktor der europäischen Grenzschutzbehörde mit der „süßen Masse“ auf dem Weg zu einer Veranstaltung der SCHWARZKOPF-STIFTUNG. Die prall gefüllten Marmelade-Beutel warfen Demonstranten – > die gegen die Flüchtlingspolitik des dahinsiechenden Kunstgebildes der EU protestierten. Die Spezialkräfte der Polizei verhinderten – > dass die Marmelade-Attentäter in den Veranstaltungsraum vordringen konnten.

Nur „SO“ konnte ein Marmelade-Desaster verhindert werden.

Doch was passiert zukünftig – > wenn zum Beispiel frustrierte Arbeitgeber aus dem deutschen Mittelstand gegen unser völlig zerstörtes Schul- und Bildungssystem protestieren?

Wird dann mit Sahnetorten geworfen?

Oder beschränken sich Vertreter der DIHK [ Deutsche Industrie- und Handelskammertag ] auf verbale Attacken? Denn nur noch knapp 47% der deutschen Unternehmen halten Bachelor-Absolventen als Berufseinsteiger für praxistauglich. Im Jahr 2007 waren es noch rund 67% der Firmen. Besonders die kleineren und mittelständischen Unternehmen sind von den Fähigkeiten der vermittelten Bachelor-Absolventen nahezu entsetzt. Als der BACHELOR im Rahmen der

BOLOGNA-REFORM

im Jahr 1999 eingeführt wurde – > waren noch viele deutsche Manager und Unternehmer von dem Minimal-Hochschulabschluss begeistert. Denn ein Bachelor-Studium sollte nur noch maximal 6 Semester dauern. Man bekam also von den Universitäten jüngere Abgänger. Die konnte man wesentlich BILLIGER einkaufen als Hochschulabsolventen mit einem guten Diplom-Abschluss.

MASSE statt KLASSE!

Erst forderte man nach US-Muster- > dass die Studierenden schneller zum Abschluss kommen sollten. Heute – > 16 Jahre nach der gescheiterten Bologna-Reform, stellt man fest – > dass den vergleichsweise jungen Bachelor-Absolventen oftmals nötiges Fachwissen – > sowie vor allem die Sozialkompetenzen fehlen. Die Frage entsteht also:

Helfen hier noch SAHNETORTEN-ATTENTATE weiter?

Nein – > Sahnetorten werden das Versagen der deutschen Politik nicht mehr beseitigen können. Nun sind handfeste und valide Maßnahmen notwendig. Die Zukunft von Deutschland ist nicht mit Billig-Akademikern zu gestalten. So etwas glauben lediglich die atlantischen Netzwerker! Und deren krude Zielsetzungen dürfte in der Zwischenzeit jeder aufgeweckte DEUTSCHE kennen.

Wollen WIR DEUTSCHEN also „SO“ weitermachen?
MARMELADE und SAHNETORTE gegen die Zerstörung unserer Gesellschaft?

Unkontrollierte Armutszuwanderung – > damit gierige Unternehmen noch mehr Billig-Löhner einstellen und auf Lohnfortzahlung im Urlaub sowie auf das Weihnachtsgeld vollkommen verzichten können? Soll durch die miserable Bachelor-Ausbildung immer mehr hochqualifiziertes Fachwissen und Sozialkompetenzen verloren gehen?

WOZU? WEM HELFEN DIESE UNSINNIGEN MASSNAHMEN?

Schon jetzt empfindet die Mehrheit der abhängig Beschäftigten im dahinsiechenden Kunstgebilde der EU das geplante Freihandelsabkommen TTIP als persönliche Bedrohung. Hier wird versucht, ohne Not etwas zuzulassen – > was der Demokratie und dem sozialen Frieden abträglich sein wird. Denn die zentralen Gefahren durch das Freihandelsabkommen TTIP – > zwischen den USA und Europa – > bestehen nicht nur im Chlor-Hähnchen – > dem Gen-Mais oder sogar einer möglichen Aufhebung der Buchpreisbindung – > sondern in der kompletten Vernichtung sicher geglaubter, gut bezahlter Langzeitarbeitsplätze. Dies kann jeder DEUTSCHE leicht auch am Beispiel des Buchhandels nachvollziehen – > denn in den USA gibt es für 320 Millionen Menschen nur noch geschätzte 2.000 qualifizierte Buchhandlungen [ Tendenz rapide abnehmend ]. Trotz der Explosion von Direktanbietern in der EU haben wir in Deutschland für 80 Millionen Menschen noch mehr als 6.000 qualifizierte Buchhandlungen. TTIP wird höchstwahrscheinlich das Ende von mehr als 5.000 deutschen Buchhandlungen einläuten. Es geht also tatsächlich nicht nur um den Erhalt unserer Kulturgüter – > denn die weitaus noch größere Gefahr ist die geplante Einführung von außergerichtlichen Schiedsgerichten. Die DEUTSCHEN sollten sich deshalb gegen TTIP massiv zur Wehr setzen. Es muss mit gemeinsamen Kräften abgewendet werden – > dass unsere neuen Gesetze demnächst von der US-Wirtschaft abgesegnet oder sogar vorgegeben werden.

MARMELADE- oder SAHNETORTEN-ATTENTATE

helfen hier schon lange nicht mehr weiter!

Udo Piasetzky / Vorstandsvorsitzender / Deutscher Rentenschutzbund e.V.
drsb@deutscher-rentenschutzbund-ev.de
http://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de

Bild: Wikimedia, Toniher, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en



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