Blogs / 2015 / Mai

Einstieg – > zum Ausstieg?



Was für ein Paukenschlag in London! Großbritannien hat gewählt – > und wie! Die konservativen Tories von Premierminister David Cameron haben die Parlamentswahl klar gewonnen und können höchstwahrscheinlich alleine regieren.

Ein klares VOTUM zum Ausstieg aus dem dahinsiechenden Kunstgebilde der EU?
Denn der Befürworter der EU – > Labour-Chef Ed Miliband – > wurde merklich abgestraft. Obwohl die britischen Medien bis zur letzten Minute Miliband und seine Partei auf Augenhöhe mit David Cameron sahen.

Nun kann Cameron eine Anti-EU-Regierung für alle Briten bilden.
Denn Camerons derzeitiger Koalitionspartner – > die Liberaldemokratische Partei unter Vizeregierungschef Nick Clegg – > wurde für die angestrebte Neoliberale Politik und EU-Freundlichkeit heftig abgestraft. Genau wie in Deutschland hat man in Großbritannien klar erkannt – > dass man die vermeintlichen Liberalen überhaupt nicht mehr braucht. Die Parteiführung sprach deshalb auch von einer:
BITTEREN NACHT!

Aber – > besser eine BITTERE NACHT für die Liberaldemokraten – > als BITTERE JAHRE für alle Briten. Wenn David Cameron eine neue Alleinregierung bilden kann – dann will er alle Briten – > 2017 – > in einem Referendum über den Verbleib im Kunstgebilde der EU abstimmen lassen. Denn auch die enormen Erfolge der Schottischen Nationalpartei [ SNP ] – > mit ihrer Parteichefin Nicola Sturgeon – > werden einen britischen Ausstieg aus der dahinsiechenden EU forcieren. Nicht nur Labour-Chef Ed Miliband ist der große Verlierer dieser Wahl. Erstaunlicherweise gehört die Ukip mit Parteichef Nigel Farage – > die ebenfalls einen Austritt Großbritanniens aus Kunstgebilde der EU anstrebt – > zu den Wahlverlierern – > ebenso wie die GRÜNEN. Das volksschädliche GreenWash dürfte damit in Großbritannien zum Grabe getragen worden sein. Und David Cameron traut die Mehrheit der Briten eher zu als Nigel Farage – > dass er sein Land möglichst recht bald aus der politischen und wirtschaftlichen Umklammerung von Brüssel löst. Sollte es also zu einer Alleinregierung durch die konservative Tories kommen – > dann befürchten viele Europaabgeordnete völlig zu Recht – > dass die britischen Europaskeptiker im Aufwind sind. Bisher haben die Liberaldemokraten stets solche Szenarien ausgebremst und sich als der pro-europäische Koalitionspartner profilieren wollen. Vermutlich haben sie auch dafür die ROTE KARTE der Wähler bekommen. Camerons ANTIKURS gegen Brüssel wird nach der Bildung einer Alleinregierung ergo wesentlich europaskeptischer werden. Die Briten brauchen Klarheit für sich und für Brüssel. Denn in einer Alleinregierung kann David Cameron nicht mehr auf einen Koalitionspartner verweisen – > der zu extremen pro-europäischem Handeln neigt.

Diese Zeiten sind endgültig vorbei.

So hofft es die Mehrheit der Briten und sie werden Cameron und seine Tory-Partei zum Ausstieg aus der EU drängen. Denn der Satz über eine – > enger zusammenrückende Union – > sollte bereits nach Wunsch Großbritanniens aus dem Vertragswerk des Kunstgebildes der EU getilgt werden. Es ist also kein allzu großes Wunder – > dass die britischen Wahlen in Brüssel mit äußerstem Interesse sowie mit ANGST und SCHRECKEN verfolgt wurden. Möglicherweise kommt nun der
BREXIT dem GREXIT
zuvor!

Brüssel geht also einer schweren Zeit entgegen!

Denn vermutlich wird Cameron noch stärkere Forderungen nach tief greifenden Reformen aus London nach Brüssel senden. Die Frage wird sein: Wie viel britische Ultimaten können die schwachen Mitgliedstaaten im Kunstgebilde der EU noch ertragen? David Cameron wird sich kaum den Euroskeptikern entgegen stellen. Das Wahlergebnis in London wird die Tories und auch Cameron zu einem immer härter werdenden Umgang mit der EU treiben. Hat ergo am 07. Mai 2015 der Einstieg – > zum Ausstieg aus dem Kunstgebilde der EU begonnen? Ist seit dem 07. Mai 2015
AN EVER CLOSER UNION
nur noch Schnee von gestern? Müssen sich Juncker und seine Kommissare schon sehr schnell von ihren unrealistischen Wunschträumen trennen? David Cameron könnte dazu den Startschuss geben. Nun rächt sich in Brüssel – > und auch in Berlin – > dass man die Kernforderung der Briten nach einer Einschränkung der Freizügigkeit der Armutszuwanderung – > zum Beispiel aus Bulgarien, Polen, Lettland, Estland, Litauen oder Rumänien – > stets abgebügelt hat. Die Chancen – > dass Großbritannien auch nach einem Referendum noch Mitglied im dahinsiechenden Kunstgebilde der EU bleibt – > sind seit dem 07. Mai 2015 auf dem NULL-PUNKT gesunken. Diese Gefahr hat man seit dem 08. Mai 2015 auch in Brüssel, Berlin, Madrid, Rom und Athen erkennen müssen. Nur in Polen, Lettland, Estland und Litauen hofft man noch auf einen Verbleib der Briten in der EU – > denn ohne die großzügigen Gelder aus Brüssel hat man politisch wie auch wirtschaftlich keinerlei Überlebungschancen mehr.

Udo Piasetzky / Vorstandsvorsitzender / Deutscher Rentenschutzbund e.V.
drsb@deutscher-rentenschutzbund-ev.de
http://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de
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Bild:
David Cameron 2008 in Newcastle, Xtrememachineuk at en.wikipedia, public domain



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