Blogs / 2015 / Mai

Sind wir alle Erben? Friedrichs Irrtum



Günter Morsbach http://www.kompetenznetz-mittelstand.de/experten/guenter-morsbach ist Kolumnist bei Kompetenznetz-Mittelstand und P.T. Magazin. Auch die Huffington-Post zehrt von seiner Erfahrung und seinem Engagement. Dort hat er jetzt in einem offenen Brief http://www.huffingtonpost.de/ganter-morsbach/juliafriedrich-sie-irrlichtern_b_7311564.html die Bestseller-Autorin Julia Friedrichs angesprochen. Mit ihrem neuen Gerechtigkeitsbuch „Wir Erben“ läuft sie die Talkshows hoch und runter. Sie wurde 2007 mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten und dem Ludwig-Erhard-Förderpreis ausgezeichnet. Wikipedia lobt, dass sie einen Beraterjob für 60.000 Euro Jahresgehalt ausschlug.

Morsbach ist nicht der erste, der Friedrich in einem offenen Brief widerspricht. Das machte 2012 schon Thomas Knüwers http://www.indiskretionehrensache.de/2012/08/julia-friedrichs/ Knüwers monierte unter anderem, dass Friedrich aggressiv werde, wenn „andere Menschen anders denken als Sie“. Das ist das Problem aller Ideologen. Und dazu kommen noch leichtfertige Irrtümer. Wenn Friedrichs schreibt „Wir Erben“ – dann lügt sie. Eigentlich. Unabsichtlich. Sie ist nämlich überhaupt keine Erbin. Es gibt auch in Wirklichkeit keine Erbengeneration. Weder heute noch früher. Es gab immer schon, in jeder Generation, eine Minderheit, deren Erbe wirklich etwas wert war. Und die Mehrheit – die erbte praktisch nichts. Deshalb gibt es den Volksmund „Wer nicht erheiratet, und nicht ererbt, der bleibt ein armer Hund, bis er sterbt.“

Friedrichs Problem ist, dass sie gern auch Erbin wäre. Und dass sie es für gerecht hielte, wenn alle erben würden. Und dass sie deshalb denkt, man müsse das Erbe nur gleicher verteilen. Das diese Diebstahlslogik in den Talkshows praktisch unhinterfragt Hochkonjunktur hat, lässt tief in eine Gesellschaft blicken, die mal auf ihre Leistungen stolz war.

Was mit Deutschland passiert, wenn die Rechensteuer kommt, haben wir schon mal hier beleuchtet http://www.kompetenznetz-mittelstand.de/blogs/hilft-deutschland-eine-reichensteuer Kommt die Erbensteuer a la Friedrichs, dann sind alle Deutschen (nach Friedrichs ERNST GEMEINTER Rechnung!) auf einen Schlag um 90.000 Euro reicher.

Eine Weile später gibt's dann keine Unternehmen mehr. Dann keine Arbeitsplätze. Dann keine täglich Brot.

H. Schmidt



Ihre Sicherheit und Privatsphäre im Internet sind uns wichtig! Es werden mittels des Einsatzes von Cookies keinerlei persönliche Daten gespeichert oder mit Dritten getauscht. Dennoch verwendet diese Website Cookies zur Steigerung von Funktionalität und Leistungsfähigkeit. Falls Sie weiter lesen und unsere Website verwenden, stimmen Sie dem Gebrauch von Cookies zu.

Schließen