Blogs / 2015 / Mai

Wounded statues are falling



Im Jahr 1869 hatten eine Reihe von Privatbankiers offene Ohren für innovative Perspektiven im internationalen Geldgeschäft. Man träumte von einem großen, global tätigen Geldhaus mit neuen Investitionsideen. Der Motor des fortschrittlichen Gedankens war
Adelbert Delbrück – >
der als der eigentliche Gründer der DEUTSCHEN BANK gilt. Am 22. Januar 1870 wurde das Statut für das Bankhaus verabschiedet. Bereits am 10. März 1870 erteilte die preußische Staatsregierung die Konzession. Es war übrigens die letzte Konzession für eine Aktienbank in Preußen. Denn 1870 wurde der Konzessionszwang aufgehoben. Das Statut der DEUTSCHEN BANK hob schon von Anfang an die Bedeutung des Auslandsgeschäftes hervor:

Der Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb von Bankgeschäften aller Art, insbesondere Förderung und Erleichterung der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland, den übrigen Europäischen Ländern und überseeischen Märkten.

Damit war das Geschäftsziel klar umrissen. Die Finanzierung des deutschen Außenhandels von der Vorherrschaft englischer Banken zu lösen. Deshalb wurde auch sehr konsequent – > von Anfang an – > das internationale Geschäft gefördert und aufgebaut. Von 1871 bis 1873 eröffnete die Deutsche Bank 5 Filialen in Bremen, Hamburg, Yokohama, Shanghai und London. Doch von der Außenhandelsfinanzierung konnte das neue Bankhaus auf Dauer allein nicht profitabel und tragfähig gestaltet werden. So begab man sich auf weitere Geschäftsfelder. Bedingt durch die Machtübernahme von Adolf Hitler, begann das dunkelste Kapitel der Geschichte der DEUTSCHEN BANK. Denn nach 12 Jahren Nazi-Herrschaft und 6 Kriegsjahren stand die Bank am politischen und wirtschaftlichen Abgrund. Die DEUTSCHE BANK war zum willfährigen Instrument der Nazis geworden. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs begann für die DEUTSCHE BANK ihre bisher schwerste Bewährungsprobe. Die Besatzungsmächte verstaatlichten das Bankhaus – > wie zum Beispiel in der sowjetischen Besatzungszone – > oder ließen die Deutsche Bank auf Länderebene weiter bestehen. Aus dem Bankhaus entstanden – > in den Jahren 1947 und 1948 – > 10 Institute, welche die Namen von Vorgängerbanken wieder zu einem kurzen Leben erweckten – > die zuvor nach den Fusionen unter gegangen waren. Unter der Bezeichnung
DEUTSCHE BANK
durfte in Westdeutschland kein Bankgeschäft mehr betrieben werden. Erst nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland gelang es – > in 2 entscheidenden Schritten, die Bank wieder zusammenzuführen. 1952 entstanden als sogenannte Übergangslösung die Rheinisch-Westfälische Bank in Düsseldorf, die Süddeutsche Bank in Frankfurt und München sowie die Norddeutsche Bank in Hamburg.

5 Jahre später – > 1957 – > schloss man sie sich wieder zum Gebilde
DEUTSCHE BANK
zusammen. Mit dem
DEUTSCHEN WIRTSCHAFTSWUNDER
begann auch der eindrucksvolle Aufstieg der Bank. Sie wurde international das stabile, glänzende Zeichen für die aufblühende deutsche Wirtschaftskraft. Außergewöhnliche Persönlichkeiten – > wie Hermann Josef Abs und Alfred Herrhausen – > führten die DEUTSCHE BANK von Erfolg zu Erfolg. Sie machten die Bank – > gemessen an der Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl – > zum größten und mächtigsten Kreditinstitut Deutschlands mit weltweitem Ansehen. Dann brach die Zeit der gierigen Börsen-Junkies und der gewissenlosen Investmentbanker an. Ab diesem Zeitpunkt galt das klassische und dauerhaft profitable Kreditgeschäft als Hungertuch-Business. Von nun an bestimmten nur noch 2 Worte das Bankgeschäft der DEUTSCHEN BANK:
BONUS und PROFIT!

Und in den Handelsräumen bestimmte der vermeintlich große Duft der weiten Welt das Tagesgeschehen. Besonderes Gewicht legt man fortan auf das Investmentbanking mit der Emission von Aktien, Anleihen und Zertifikaten. Die Kapitalanlagegesellschaft DWS Investments – > eine 100%ige Tochter der DEUTSCHEN BANK – > konnte bereits 1999 einen Marktanteil von über 20% in Deutschland erzielen. Urplötzlich galt die DEUTSCHE BANK als eine der einflussreichsten Banken der Welt. Mit einem Marktanteil von rund 22% im Jahr 2008 galt die DEUTSCHE BANK als größter Devisenhändler der Welt. In den stürmischen Jahren vor der ausbrechenden Finanz- und Wirtschaftskrise in den USA missbrauchten und manipulierten – > vor allem die Investmentbanker und Börsen-Junkies – > ihre Kunden und Kapitalgeber. Es wurde betrogen und gelogen auf Teufel komm raus. Dabei hatten die gierigen Börsen-Junkies und die gewissenlosen Investmentbanker immer nur ein Ziel fest im Auge:
Die eigene Brieftasche!

Und die füllte man sich reichlich – > solange es DER MARKT hergab. Laut eigener Aussage war der Anführer dieser Eigennutztruppe der heutige Chef der DEUTSCHEN BANK – >
Anshu Jain.
Noch heute leidet die DEUTSCHE BANK unter dem Moral- und Sittenverfall durch die gierigen Börsen-Junkies und die gewissenlosen Investmentbanker. Im Privatkundengeschäft in Deutschland lag man im Jahr 2010 nur noch bei einem mageren Marktanteil – > einschließlich der POSTBANK – > bei schlappen 15%. Ein US-Ermittlungsverfahren gegen die DEUTSCHE BANK wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung wurde Ende 2010 gegen eine hohe Strafzahlung eingestellt. Noch heute muss die DEUTSCHE BANK für das Versagen und die Fehlleistungen ihrer Top-Manager Strafen in mehrfacher Milliardenhöhe bezahlen. In dem Moment, da man Anshu Jain die Führung der DEUTSCHEN BANK anvertraute – > machte man vermutlich den BOCK zum GÄRTNER. Der atlantische Netzwerker und Aufsichtsratschef
PAUL ACHLEITNER
befand – > dass niemand so tief mit dem Investmentbanking vertraut sei – > wie Anshu Jain. Aus diesem kruden Grund sollte Jain dort auch wie kein anderer konsequent aufräumen.
Auch „SO“ kann man sich die Welt schön reden!

Anshu Jain und Co-Chef Jürgen Fitschen sind jedoch bis heute mit ihren dubiosen Winkelzügen und untauglichen Taktiken gescheitert. Anshu Jain fehlt jede denkbare moralische Autorität und er hat keinerlei tragfähige Bindungen zu deutschen oder europäischen Frauen und Männern der Wirtschaft. Jürgen Fitschen sollte diese Aufgabe ausfüllen – > doch dafür ist er weder fachlich geeignet, noch vom menschlichen Faktor her gesehen in der Lage. Denn der von Josef Ackermann und Rolf Breuer mutmaßliche Prozessbetrug im Fall LEO KIRCH belastet auch Jürgen Fitschen. Mit dem geplanten Verkauf der POSTBANK-Anteile verspielt die DEUTSCHE BANK auch noch bei 42 Millionen abhängig Beschäftigter sowie bei 22 Millionen aktuellen Rentenbeziehern den letzten Rest des Vertrauens. Achleitner – > wie auch Jain und Fitschen – > versuchen stets sehr gerne vom eigenen Versagen abzulenken, indem man die Schuld für die Schieflage der Bank den staatlichen Regulierern, den Staatsanwälten und Richtern sowie den Medien in die Schuhe schieben möchte. Doch ein durchleuchtender Blick in die Bilanzen reicht völlig aus – > um die Gefahren in Milliardenhöhe zu erkennen [ siehe veröffentlichter Schriftwechsel des DRSB mit dem Vorstand ]. Deutschland, Europa und die Welt brauchen wieder eine solide
DEUTSCHE BANK – >
die ohne gierige Hedgefondsgesellschaften und fragwürdige Finanzkonzerne sowie ohne risikobehaftete Handelsgeschäfte wieder stabile Erträge erwirtschaften kann. Höchstwahrscheinlich sind dafür die Netzwerker Achleitner, Jain und Fitschen die falschen Führungspersonen. Denn bei Jain und Fitschen sind keinerlei innovative Perspektiven im internationalen Geldgeschäft zu erkennen. Von validen Bank-Strategien ganz zu schweigen. Deutschland und selbst das kränkelnde Kunstgebilde der EU haben eine bessere DEUTSCHE BANK schon lange verdient. Das Abstoßen der Beteiligungen an der POSTBANK verschiebt aber das Machtzentrum der Bank von Frankfurt nach London und New York.

Vermutlich ganz im Sinne des Investmentbankers Anshu Jain und des atlantischen Netzwerkers Paul Achleitner.
Jürgen Fitschen darf wahrscheinlich in Deutschland das BAUERN-OPFER spielen.
The Money-War is not over!

Udo Piasetzky / Vorstandsvorsitzender / Deutscher Rentenschutzbund e.V.
drsb@deutscher-rentenschutzbund-ev.de
http://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de



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