Im Hoch-Gefühl der Unverwundbarkeit


Das Gefühl der Unverwundbarkeit bestimmte jahrzehntelang das Agieren von internationalen Großbanken in den stets „SO“ dargestellten FINANZ-MÄRKTEN. Man dominierte nach Belieben die Geldflussfaktoren und versuchte mit allen Mitteln den braven und ahnungslosen Sparern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Quasi im Monatsrhythmus kamen vermeintlich neue und leistungsfähige
FINANZ-PRODUKTE
auf den Markt. Das klassische und bewährte Sparbuch warfen - > insbesondere die Investmentbanken - > auf den Müllhaufen. Wer noch ein „ALTES“ Sparbuch hatte wurde als HINTERWELTLER diskreditiert - > denn mit den dubiosen Zinsversprechen der angeblich „NEUEN“ Finanzprodukte wirkte das klassische Sparbuch wie ein Hungerlappen. Die Politiker im Kunstgebilde der EU, in den Euroländern sowie die Machthaber in Washington unterstützten diese Entwicklungen auf den „SO“ dargestellten
NEUEN FINANZ-MÄRKTEN.
Es lief immer nach demselben Muster ab: Große internationale Banken wurden gefördert, von Steuerzahlungen verschont und mit staatlichen Schein-Vorsorge-Modellen unterstützt. Der völlig untaugliche Riester-Wahn ist nur ein Beispiel dafür - > denn die kleineren Banken sind noch heute in dem dahinsiechenden Kunstgebilde der EU lästig. Bis zur Übernahme durch die DEUTSCHE BANK war die POSTBANK ein Hort der Sicherheit für Sparbuchinhaber. Aber auch die regionalen Sparkassen sowie das Modell der deutschen Volksbanken boten das klassische Sparbuch weiterhin an. Ein Dorn im Auge der Politiker in Brüssel und Straßburg.
Danièle Nouy - >
die Chefin der europäischen Bankenaufsicht - > blies deshalb zum Angriff auf die vermeintlich kleineren und leistungsschwächeren Banken. Danièle Nouy war im Dezember 2013 zur Aufsichtschefin der europäischen Bankenaufsicht - >
EBA - >
gewählt worden. Nouy trat am 01. Januar 2014 ihr Amt an und soll mit Mario Draghi eine solide Gemeinschaft zur Förderung von US-Interessen bilden. Das französisch-italienisches Duo möchte mit fragwürdigen Mitteln die Stabilität des europäischen Finanz-Systems sicher stellen. Die kleinen Banken - > besonders die deutschen Sparkassen und Volksbanken - > sollten aussortiert werden, Für Danièle Nouy eine Marktbereinigung sowie ein gefundenes Fressen für international tätige Großbanken. Nach der Ansicht der Chefin der europäischen Bankenaufsicht sollten sich die Investmentbanken an den Assets der kleinen Banken bedienen. Im Hoch-Gefühl der Unverwundbarkeit begann das große Fressen der Investmentbanken in den Euroländern.
Wer davor warnte wurde als IDIOT - > MIESMACHER oder EWIG GESTRIGER diffamiert.
Erst der aufziehende Schatten der US-Finanz- und Wirtschaftskrise - > ab 2007 - > deckte langsam das totale Versagen der Banker und Politiker auf. Heute leiden unter den Fehlentscheidungen nicht nur die Menschen in den USA und im dahinsiechenden Kunstgebilde der EU. Überall hat jetzt das
GROSSE AUFRÄUMEN
begonnen. In Banken, Fondsgesellschaften und auch bei Versicherungskonzernen entdeckt man urplötzlich die wertlosen Positionen in den Bilanzen und zieht die Notbremse.
Stellenabbau heißt wieder einmal das Zauberwort! Mit diesem vermeintlichen Allheilmittel möchte man das Fehlverhalten in den vergangenen 30 Jahren reparieren und natürlich verschleiern. Nun läutet auch Europas größte Bank - >
HSBC - >
die nächste Sparrunde ein. Bis Ende 2017 möchte das Top-Management die jährlichen Kosten um weitere 4,5 bis 5 Milliarden US-Dollar senken. Dafür müssen mehrere zehntausend gut bezahlte Arbeitsplätze wegfallen. Der sogenannte Stress-Test der EZB für die internationalen Investment-Banken und die europäischen Großbanken hat offensichtlich das erste größere Opfer gefunden. Urplötzlich bewertet man die Risiken von Staatsanleihen in den Portfolios der Banken vollkommen anders. Der vermutlich bevorstehende
GREXIT
wirft seine Finanz-Schatten voraus. Bisher galten die Schuldverschreibungen der verschiedenen Euroländer und der Regierungen - > im dahinsiechenden Kunstgebilde der EU - > nach den europäischen Bilanzierungs-Regeln als risikolos. Eine der wichtigsten Lektionen der aktuellen Krise für Banker und Politiker ist aber - > dass es keine risikofreien [ Staats- ]Anlagen im stark kränkelnden Kunstgebilde der EU mehr gibt.
EU-Staatsanleihen sind nicht ohne hohes Risiko!
Die EZB bekam ab November 2014 als sogenannte
„SUPERAUFSICHT“ - >
mit der Hilfe der EBA - > nicht nur die Möglichkeit eingeräumt die rund 130 Großbanken im Kunstgebilde der EU beaufsichtigen - > sondern auch die Aufsicht über alle rund 6.800 Banken in den 18 Euro-Ländern. Danièle Nouy müsste ergo bereits einen groben Überblick über die tatsächliche Schieflage - > und das daraus wahrscheinlich resultierende Sterben von Banken, Fondsgesellschaften und Versicherungskonzernen - > haben. Mit der Machtfülle von EZB und EBA hat Nouy quasi
DAS LETZTE WORT
und kann sich selbst über die nationalen Aufsichtsbehörden rigoros hinwegsetzen. Deshalb müssen in den meisten Mitgliedsstaaten der EU die Politiker, Banker oder Versicherungsvorstände akzeptieren - > dass einige Banken, Fondsgesellschaften und Versicherungskonzerne keine Zukunft mehr haben. Nach der Ansicht von der EBA werden höchstwahrscheinlich viele Banken und Fondsgesellschaften von der Bildfläche verschwinden. Glaubt man Nouy - > dann sollte man keinesfalls versuchen - > die maroden und gefährdeten Banken mit anderen Instituten oder Unternehmen u verschmelzen. Danièle Nouy weis angeblich noch nicht ganz genau - > wie viele Banken, Fondsgesellschaften oder auch Versicherungskonzerne tatsächlich abgewickelt werden müssen. Auf jeden Fall beabsichtigt Nouy schwache Banken sterben zu lassen - > denn nach den Informationen von Nouy werden einige Banken den geplanten Stress-Test nicht bestehen. Man sollte aber im Vorfeld des
Asset Quality Review
[ AQR ]
und des Stresstests durch die EZB davon ausgehen - > dass es auch DEUTSCHE BANKEN oder VERSICHERUNGSKONZERNE treffen kann. Nur durch eine glaubwürdige und rasche Bereinigung könnten möglicherweise GROSSE und KLEINE Investoren in Zukunft wieder Vertrauen in die Banken- und Versicherungslandschaft erlangen. Es ist die wichtigste Lektion - > aus der immer noch anhaltenden US-Finanz- und Wirtschaftskrise - > dass es keine risikofreien Anlagen gibt und somit auch Staatsanleihen nicht ohne Risiko sind. Der DRSB hat also mit seinen sachlichen Berichterstattungen seit 1988 absolut RICHTIG gelegen. Bedauerlicherweise haben viele DEUTSCHE aber ihre Ersparnisse in dubiose Finanz-Produkte gesteckt und sind nun die Verlierer auf der ganzen Linie. Wie aus der veröffentlichten Statistik der EZB hervorgeht - > hat sich die Zahl der Banken im Jahr 2013 um 3,8% auf 6.790 verringert. Die größten Bankenauflösungen wurden in Zypern - > mit minus 26% - > und in Griechenland mit einen Minus von 17% festgestellt. Das ist aber nur der Anfang - > denn das Bankensterben in Europa wurde erst jetzt „SO RICHTIG“ eingeläutet. In unserer Heimat muss man realistisch mit einem weiteren Filialsterben rechnen. Auch ist eine vermutliche Konzentration in der europäischen Bankenwelt längst nicht vom Tisch. Wenn also Banken, Fondsgesellschaften oder Versicherungskonzerne systematisch - > mit der Hilfe von Draghi und Nouy - > aussortiert werden - > dann schlägt mit absoluter Sicherheit die Stunde der internationalen Investment-Banken wie zum Beispiel
JPMorgan oder Goldman Sachs.
Denn diese US-Banken werden sich mit großem Appetit die noch verwertbaren Vermögenswerte- > sogenannte Assets - > von den abgewickelten Banken, Fondsgesellschaften und Versicherungskonzernen im dahinsiechenden Kunstgebilde der EU einverleiben. Dieser zu erwartende Prozess der sogenannten
MARKTBEREINIGUNG
wird vor allem den Großbanken in den USA nützen. Die DUMMEN sind wieder einmal abhängig Beschäftigte, Selbständige, Handwerker, Freiberufler und mittelständische Unternehmer sowie alle aktuellen Rentenbezieher in Deutschland. Einmal abgesehen von den HUNDERTTAUSENDEN - > die bei Banken, Fondsgesellschaften oder bei Versicherungskonzernen die sicher geglaubten Arbeitsplätze verlieren werden. Die britische Großbank
HSBC
beabsichtigt weltweit bis zu 25.000 Arbeitsplätze zu streichen. Derzeit beschäftigt HSBC 266.000 Mitarbeiter - > davon 48.000 in Großbritannien. Die HSBC will zudem ihr Geschäft deutlich zurückfahren und plant sich aus der Türkei und aus Brasilien zurückziehen. Aufgrund von nachgewiesenen Manipulationen an den Devisenmärkten zahlte HSBC bereits hohe Strafen an die Regulierungsbehörden in den USA und in Großbritannien. Das Hoch-Gefühl der Unverwundbarkeit dürfte sich mit den derzeitig ablaufenden Szenarien in der internationalen Finanz-Welt stark abgekühlt haben.
Beseitigt ist das Hoch-Gefühl noch nicht!
Denn solange die sogenannte Trilaterale Kommission weiterhin private und einseitige Politikberatung betreiben darf - > solange wird die Gier der US-Banken nicht zu stillen sein. Wir sollten in unserer Heimat niemals vergessen - > dass die sogenannte
TRILATERALE KOMMISSION - >
1973 - > auf Betreiben von David Rockefeller bei einer Bilderberg-Konferenz - > als rein private,
„politikberatende discussion group“
gegründet wurde und seitdem im Sinne der USA weltweit agieren kann. Die Trilaterale Kommission besteht aus geschätzten 500 einflussreichen Mitgliedern aus den USA, Europa und Japan. Sie alle dienen - > in willfähriger Art und Weise - > ausschließlich den Mächtigen in Washington. Man operiert derzeit in den Euroländern hauptsächlich mit dem Damokles-Schwert von Sparprogrammen und der massiven Vernichtung von sicher geglaubten und gut bezahlten Arbeitsplätzen. Die vorgeschobene Begründung der
TRILATERALE KOMMISSION
ist immer dieselbe:
Man droht mit der Angst - > dass die Wachstumsräume Brasilien, China, Indien und Russland - > die USA sowie die EU wirtschaftlich abhängen.
Doch in Wahrheit zeigt die Reduzierung des Filialnetzes der EU-Banken - >das man sich auf Geschäftsabwicklungen in den USA vorbereiten möchte. Man will sich „FIT“ machen für das bevorstehende große Fressen durch US-Banken. Das Geschäft mit dem kleinen Privatkunden und deren Nutzmehrung gehört jedenfalls nicht dazu.
Udo Piasetzky / Vorstandsvorsitzender / Deutscher Rentenschutzbund e.V.
drsb@deutscher-rentenschutzbund-ev.de
http://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de
Bild: Danièle Nouy, ECB European Central Bank, Flickr, CC BY-NC-ND 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/



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