Wie eine Tagesschau-Redakteurin mit MdB Volker Beck die von-Rönne-Netzjagd aufheizte



Stefan Winterbauer, Mitglied der Chefredaktion des Portals MEEDIA, fragt heute: "Ist das noch privat? Die sozialmediale Netzjagd auf eine Welt-Autorin"

Die WELT fand eine Bloggerin, deren Texte ihr gefielen. Seitdem schreibt Ronja von Rönne (auch) für die WELT. Unter anderem den Beitrag "Warum mich der Feminismus anekelt". Das war ein sehr zugespitzter Meinungsbeitrag. Er war Teil einer Pro- und Contra-Debatte in der Welt. Der Beitrag wurde von vielen weiterempfohlen. Darunter auch rechtsradikale Organisationen.

Die “Tagesschau.de”-Mitarbeiterin Anna-Mareike Krause griff das auf. Von Rönn war nominiert für den Ingeborg-Bachmann Literaturpreis. Damit war sie ein Promi, dessen öffentliche Jaged sich lohnte. Auf Twitter machte Krause die Autorin von Rönne dafür verantwortlich, dass sie von rechter Seite Applaus bekommt.

"Um in den Kontext des Rechtsradikalismus gestellt und im Internet öffentlich vorgeführt zu werden, reicht es also, etwas zu veröffentlichen, was ein einziges Mal einer rechtsradikalen Person gefallen hat." schrieb einer auf dem FAZ-Blog http://blogs.faz.net/deus/2015/05/30/ein-tag-von-der-empoerung-der-ard-redakteurin-zur-morddrohung-der-antifa-2612/

"Was folgte, war eine Hass-Welle bis hin zu einem Tweet, den man als Mord-Aufruf interpretieren kann, und diverse Artikel, die für Frau von Rönne oder Frau Krause Partei ergreifen. Wer möchte kann das u.a. hier, hier und hier nachlesen. Dabei ist die Sache eigentlich einfach: Natürlich ist Ronja von Rönne nicht dafür verantwortlich, dass Rechtsradikale ihren Text empfehlen. Und natürlich ist das, was Anna-Mareike Krause auf Twitter mit Schützenhilfe des Grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck angezettelt hat (der hat fleißig retweetet), eine unappetitliche Form der virtuellen Menschenjagd." So Winterbauer auf MEEDIA.

Wie kann man als Vertreterin des öffentlich-rechtlichen Nachrichtenfunks (und als gewählter Volksvertreter) in einer Zeit voller Gewalt und Hass und Dschihad-Kämpfen nur derartige Shitstorms für gut, für richtig, für unverzichtbar, für unentschuldbar halten?

Mir fällt da nur noch Heine ein: Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.
Oder so ähnlich.

Hier der Originalartikel:
http://www.welt.de/kultur/article139269797/Warum-mich-der-Feminismus-anekelt.html

Th. Tiger



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