Mehr Macht für Brüssel?


Das Kunstgebilde der EU steht am Abgrund und soll schon MORGEN den entscheidenden Schritt nach vorne machen. In dieser prekären Situation fordert Jean-Claude Juncker mehr Macht für Brüssel. Das ist keine Ironie – > so etwas nennt man schlichtweg Zynismus – > denn eine exponentiell wachsende Zahl von Menschen in der EU und in allen Euroländern wünscht sich schon einige Zeit genau das Gegenteil. Noch nie zuvor befand sich die Idee von einem gemeinsamen Europa derart in Schieflage. Man kann quasi schon jetzt von einer explodierenden EU-Ablehnungswelle sprechen und trifft damit den Nagel auf den Kopf.Wo ein Wille ist – > da soll auch immer ein Weg sein.
So jedenfalls vermittelt es das Sprichwort. Doch in Brüssel oder Straßburg führen zurzeit alle Wege in eine Sackgasse. Alles was – > bisher nahezu problemlos – > vom Europäischen Parlament abgesegnet und locker durchgewunken wurde – > wird mit einem rasanten Tempo in Frage gestellt. Dabei bleibt offensichtlich kein Stein mehr auf dem anderen. Die Erfolge von Tsipras und Varoufakis stellen seit dem 05. Juli 2015 alles auf den Kopf. Urplötzlich stehen nicht nur die Griechen dem Kunstgebilde der EU und dem Euro skeptisch gegenüber. Es besteht die große Gefahr – > dass sich auch andere Krisenländer dem aufgezwungenen Reformkurs von IWF, EZB und EU widersetzen. In Frankreich ist die europakritische FRONT NATIONAL im starken Aufwind – > sodass der Parteiführerin Marine Le Pen reale Chancen eingeräumt werden – > die nächste Präsidentin der Franzosen zu werden. In Budapest regiert Premierminister Viktor Orbán mit harter Hand und macht die Grenzen dicht. Drohungen der EU verpuffen an den Grenzen von Ungarn. Viktor Orbán lässt sogar einen Grenzzaun gegen den Zustrom von Armutszuwanderern errichten. Die Dänen haben scharfe Grenzkontrollen im Blickfeld und werden ihre Grenzen wasserdicht machen. Immer mehr Spanier haben von EU, EZB sowie vom IWF die Nase gestrichen voll. Die spanische Regierung hat massive Schwierigkeiten „IHREM“ Volk das Diktat des Reformkurses zu vermitteln. Spanien steht vor neuen Protestwellen. Und diesmal könnte es so richtig krachen – > denn die spanische Protestpartei PODEMOS erhält ungeahnten Zuspruch und Zulauf. Der britische Premierminister David Cameron hat große Mühe die ANTI-EU-STIMMUNG einzudämmen. Die Ablehnung des Kunstgebildes der EU ist auch durch eine Abänderung der Präambel des EU-Vertrages nicht zu bremsen. Obwohl die Briten nicht Mitglied in der Gemeinschaftswährung sind – > also nur indirekt vom maroden Euro gestreift werden – > ist das Lager der Austrittsbefürworter von 36% innerhalb weniger Wochen auf aktuell 59% angestiegen. Möchte David Cameron an der Macht bleiben – > so muss er dem Willen seines Volkes respektieren. Für den britischen Premierminister ist die EU ohnehin nur Mittel zum Zweck. Eine immer engere Union – > wie in der EU-Präambel angestrebt – > war niemals die Zielsetzung der britischen Politik. Durchleuchtet man das Kunstgebilde der EU – > so wird man schnell feststellen – > dass die Briten mit ihren Einschätzungen absolut richtig liegen. Die EU war zu keiner Zeit eine tragfähige, belastbare Wertegemeinschaft. Für das ursprünglich anvisierte Ziel – >VEREINIGTE STAATEN VON EUROPA – >
haben die oft beschworenen Gemeinsamkeiten niemals ausgereicht. Das wackelige Kunstgebilde der EU ist ein bloßes Zweckbündnis von souveränen Nationalstaaten und den Marionetten-Ländern – > die von den USA dominiert werden. Bedauerlicherweise gehört Deutschland noch nicht zu den souveränen Nationalstaaten. Wenn Berlin aber in einem veränderten Europa ein Wörtchen mitreden möchte – > dann müsste man sich nun vom Joch der USA befreien. Denn auch die CDUlerin Merkel steht mit der GroKo am Abgrund. Jeder Schritt nach vorne führt automatisch zum politischen Absturz ins Nirwana. Nicht nur das Versagen des Euros hat die EU-Mitglieder gegeneinander aufgebracht – > sondern vor allem das selbstherrliche Verhalten der Politiker in Brüssel und Straßburg. Es führte sogar zu einer signifikanten Entfremdung der national tätigen Politiker von ihren Wählern. Die sinkenden Wahlbeteiligungen in unserer Heimat spiegeln diese dramatische Entwicklung wieder. Auch die DEUTSCHEN leiden unter dem maroden Euro seit seiner Einführung. Weder EU noch Euro konnten bis heute das erhoffte Vertrauen schaffen und haben jede nur denkbare, sinnvolle Integration der Mitgliedsstaaten verhindert. Eine ständig angekündigte Verbesserung der Zusammenarbeit ist ohnehin nicht mehr möglich. Selbst in den liberalen Niederlanden gibt es zwischenzeitlich – > neben Geert Wilders – > stärker werdende ANTI-EU- und ANTI-EURO-BEWEGUNGEN. Und das sind keine Islam-Gegner oder Rechtsradikale. Es sind niederländische Bürger aus dem Mittelstand mit Liebe zu ihrem Vaterland. Dort sieht man den Euro und die EU als Plattform für zukünftige Wirtschaftskriege. Auch in Amsterdam, Arnheim oder Den Haag haben die Menschen berechtigte Vorbehalte gegen eine Massenzuwanderung. Der ANTI-EU-VIRUS und ANTI-EURO-VIRUS verbreiten sich mit einer enorm hohen Geschwindigkeit. Diese Entwicklung dürfte auch Jean-Claude Juncker nicht verborgen geblieben sein. Trotzdem fordert der Luxemburger sehr nassforsch noch mehr Macht für Brüssel. Selbst mit extrem positiver Betrachtungsweise dieser Forderung nennt man so etwasVORSÄTZLICHE BRANDBESCHLEUNIGUNG!
Das Beben von Athen hat nun auch Jean-Claude Juncker vollkommen aus der Bahn geworfen. Möglicherweise sollte er seinen Rückzug aus allen politischen Ämtern in Erwägung ziehen – > bevor man seinen Rücktritt massiv einfordern wird.Udo Piasetzky / Vorstandsvorsitzender / Deutscher Rentenschutzbund e.V. drsb@deutscher-rentenschutzbund-ev.dehttp://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de



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