Sechs kritische Handlungsfelder für neue Geschäftsmodelle


Die aktuelle Praxis bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle in Unternehmen ist Gegenstand einer neuen Studie, die die Managementberatung Detecon in Kooperation mit dem Seminar für Wirtschafts-informatik und Informationsmanagement der Universität zu Köln durchgeführt hat. Befragt wurde eine Vielzahl von Experten für die Geschäftsmodellent­wicklung in Unternehmen aus Branchen im Dienstleistungssektor. Ziel war es, mit Blick auf neue Herausforderungen durch digitale Geschäftsmodelle einen Überblick über aktuelle Methoden zu erhalten, um Verbesserungspotenziale und Best-Practice-Vorgehen abzuleiten. Identifiziert wurden vor allem sechs erfolgskritische Handlungsfelder:1.    Geschäftsmodellentwicklung aktiv vorantreiben2.    Fokus auf Kunden und Produkte richten3.    Partner in die Entwicklung einbinden4.    Strukturierte Methoden benutzen5.    Unternehmen organisatorisch und kulturell auf Wandel vorbereiten6.    Schnelles Testen und richtiges Timing beachtenZu den wesentlichen Erfolgsfaktoren eines Geschäftsmodells zählen heute die Befriedigung der Kundenbedürfnisse und ein passendes Wertangebot. „Alles, was ein Unternehmen tut, muss deutlich stärker am Bedarf der Kunden ausgerichtet sein, als es bisher der Fall gewesen ist“, sagt Volker Rieger, Managing Partner bei Detecon und einer der Autoren der Praxisstudie. Bei der Entwicklung eines Geschäftsmodells sei es unabdingbar, diese Bedürfnisse mittels konsequenter Kundenbedarfsanalysen zu identifizieren. Dabei sollten Unternehmen aktiv und strukturiert vorgehen. „Viel zu häufig“, berichtet Dr. Rieger, „wählen Unternehmen Methoden und Vorgehensweisen zur Geschäftsmodellentwicklung zufällig bzw. uneinheitlich aus.“Um ein Geschäftsmodell effizient und qualitativ hochwertig zu entwickeln, empfiehlt sich daher eine Kombination aus Phasen- und Strukturmodell, bspw. aus Stage-Gate-Prozess und Business Model Canvas. Bei Innovationen sollten Unternehmen zudem darauf achten, dass die gesamte Organisation den Prozess trägt. „Für den Erfolg eines Geschäftsmodells“, weiß Rieger, „sind Mitstreiter und Early Adopters über alle Hierarchiestufen vonnöten.“ Außerdem sind Freiräume für cross-funktionale Teams zu schaffen, eine Fehlertoleranz auszuprägen und die Risikoasymmetrie von Erfolg und Misserfolg zu beseitigen.„Wir sind inmitten der digitalen Transformation, einer Schockwelle, die jedes unvorbereitete oder untätige Unternehmen früher oder später erfassen und aus den Angeln heben wird. Zudem führt die Innovationsfreude und Kraft zumeist amerikanischer Marktteilnehmer, die bisher nicht dem unmittelbar eigenen Wettbewerbsumfeld entstammen, oftmals zu gravierenden Fehleinschätzungen der Robustheit des eigenen Geschäftsmodells. Die Studie gibt eine kurze Zusammenstellung der aktuellen Praktiken und ausgewählter zentraler Aspekte, wie Unternehmen adäquat reagieren sollten“, erklärt Professor Detlef Schoder von der Universität zu Köln.Die Studie „Geschäftsmodellinnovationen“ steht unter www.detecon.com/digitale-geschäftsmodelle zum kostenlosen Download zur Verfügung. Entwicklung von Digital-Business-StrategienNeben den in der Studie behandelten wesentlichen Methoden und Werkzeugen hat Detecon gemeinsam mit dem SOA Innovation Lab einen „Digital Navigator“ entwickelt. Durch die Abbildung auf ein unternehmensspezifisches Prozess- oder Domänenmodell hilft das Werkzeug dabei, die Fähigkeiten, die insbesondere für die digitale Transformation erweitert oder aufgebaut werden müssen, zu identifizieren und zu entwickeln.



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