Tor zur Lügen-Hölle geöffnet?


Noch am 03. Juli 2015 berichteten deutsche Medien – > dass die Griechen zu rund 70% zu einem JA tendieren. Das war eindeutig gelogen. Nur einen Tag später ruderte man mit aller Kraft zurück. Am Samstagnachmittag waren es nur noch 50% der Wähler – > die sich angeblich für ein JA entschieden haben. Auch solche Meldungen waren gelogen – > verzerrten die Wahrheit und sollten höchstwahrscheinlich das Wahlverhalten der Griechen beeinflussen.Heraus kam ein klares NEIN!Und ein JA zu einem anderen Europa!
Ein Europa frei von der Bevormundung des Kunstgebildes der EU – > frei von den Gängelungen des IWF und frei vom permanenten Druck der EZB. Denn das Referendum ist ein eindeutiges und unmissverständliches NEIN zur Sparpolitik – > die zu einer humanitären und sozialen Krise Griechenlands sowie zu einer Rezession der Wirtschaft geführt hat. Mit dem griechischen Referendum wurde die Tür zu neuen Verhandlungen weit aufgestoßen. Denn seit dem Ende der Militärdiktatur gab es in Griechenland keine reformfreudigere Regierung. Trotzdem gab es vom IWF, der EZB und der EU bislang nur Ultimaten und offene sowie versteckte Erpressung. Die Griechen wollten sich nicht noch länger erpressen lassen. Man war bereit, echte Kompromisse zu finden. Und doch geht das unwürdige Zocken der Pharisäer in Brüssel weiter.MINISTER NO MORE!
Mit diesen drei Worten hat Yanis Varoufakis im Kurznachrichtendienst Twitter seinen Rücktritt bekanntgegeben. Die Entscheidung kommt nicht überraschend – > wie es einige Medien verbreiten – > denn aus dem inneren Kreis der sogenannten Eurogruppe ist mehrfach darauf hingewiesen worden – > dass es eine „gewisse“ Präferenz gäbe, dass Varoufakis bei zukünftigen Beratungen der Eurogruppe nicht mehr dabei sein sollte. Dies schrieb Varoufakis heute sogar in seinem Blog. Damit möchte Varoufakis Ministerpräsident Alexis helfen – > eine tragfähige Vereinbarung mit IWF, EZB und EU zu erreichen. Varoufakis twitterte offensichtlich die Wahrheit – > denn die Reaktion des CDU-Politikers Wolfgang Bosbach bestätigt indirekt die Aussagen von Varoufakis. Der CDUler Bosbach hofft nach dem Rücktritt auf einfachere Euro-Verhandlungen. Man macht also „lustig“ mit Ultimaten und Erpressungen weiter. Was in Brüssel, Berlin, Paris oder auch in Washington nicht passt – > wird einfach mit allen Mitteln und aller Gewalt passend gemacht. Möglicherweise hat der CDUler Wolfgang Bosbach mit seiner Aussage das Tor zur Lügen-Hölle geöffnet. Bleiben nun schon wieder alle beschwörenden Worte aus Brüssel und Berlin wirkungslos? Die Mehrheit der Griechen haben genug von den immer „so“ dargestellten Reformzwängen. Mit 61% haben sich die Hellenen gegen die Spar- und Reformauflagen der Gläubiger ausgesprochen. Nicht nur innenpolitisch ist Griechenlands Ministerpräsident damit gestärkt worden. Versucht man jetzt in Brüssel aus einer demokratischen Abstimmung ein KLIMBIM zu machen? Will man auf der europäischen Bühne die Griechen und Tsipras zu Deppen abstempeln? Das griechische Referendum hat doch klar gezeigt – > dass das Kunstgebilde der EU einfach nicht funktioniert. Das einzige, was in dieser fatalen und obsoleten Zweckgemeinschaft noch einigermaßen funktioniert – > sind reine Wirtschaftsprojekte wie zum Beispiel die Raketentechnik der Ariane oder der Flugzeugbauer Airbus. Die Mehrheit der Menschen in Europa – > und natürlich die Griechen – > möchten ein Europa der Nationen – > indem jeder souveräne Staat für sich selbst entscheiden kann.Ohne verzerrenden Finanz-Druck von AUSSEN!
Und natürlich ohne jede Einflussnahme der USA. Seit der Einführung des Euro hat man das Kunstgebilde der EU zu einer höchst spannungsgeladenen Zone gemacht. In England und Dänemark geht es auch ohne den Euro. Dänemark geht es sogar wirtschaftlich glänzend. Die meisten Euroländer sind doch nur noch im wackeligen Euro – > weil die verantwortlichen Politiker extrem große Angst vor dem Ausstieg haben. Man fürchtet – > ganz offensichtlich zu Recht – > dass man von IWF, EZB und der EU gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch an die Wand getackert wird. Der griechische Finanzminister Varoufakis scheint ein weiteres Beispiel dafür zu sein. DieTERRORISTEN – >
wie Varoufakis die Verhandlungspartner von IWF, EZB und EU beschimpfte – > haben extrem große Angst vor einem Domino-Effekt. Einem GREXIT würden viele Euroländer folgen – > sodass die Rückkehr zu nationalen Währungen die logische Folge wäre. Denn es wird immer deutlicher:Der Euro ist der Hauptschuldige an der Schieflage und Malaise des obsoleten Kunstgebildes der EU!
Und IWF, EZB und die EU tragen die alleinige Verantwortung dafür – > weil sie die Europäer daran hindern – > die Übel zu bekämpfen oder zu beseitigen. Die enorm hohe Arbeitslosigkeit in fast allen EU-Staaten ist doch eindeutig das Resultat der sogenannten Arbeitnehmer-Freizügigkeit. Dadurch wurden uns auch unserer Heimat sehr viele Billig-Jobs beschert und funktionierende soziale Strukturen zerstört. Dänen, Ungarn und Briten fordern doch auch wieder die Einführung von Schlagbäumen, scharfen Grenzkontrollen sowie Zöllen. Ein solch patriotisches Handeln würden – > wenn sie es ungestraft könnten – > von 28 Mitgliedsstaaten in der EU sofort wieder 20 Staaten nachmachen. Selbst die Niederlande, Frankreich, Spanien oder Italien würden ohne zu zögern mitziehen. Denn die Verteidigung von Werten, der Moral und der Nation hat nicht das Geringste mit Aggression oder Kriegsgelüsten zu tun. Das klare NEIN der Hellenen zur Sparpolitik zeigt eindeutig diesen Weg auf. Denn besonders die sehr brutalen Auflagen des Internationalen Währungsfonds haben das schwache und kranke Griechenland ständig tiefer in die Krise gestoßen. Wenn man im IWF von Reformen redet – > dann meint man hauptsächlich das Ausbeuten von abhängig Beschäftigten und aktuellen Rentenbeziehern zur Finanzierung der Zinszahlungen und zur Rückzahlung der Kredite. Eine Chance für die Produktion von wirtschaftlichem Wachstum sind die Forderungen des IWF noch nie gewesen. Auch DAS sollte uns der Rücktritt von Yanis Varoufakis vor Augen führen. In Griechenland ist wirklich jahrzehntelang sehr viel falsch gelaufen. Griechenland braucht ohne jeden Zweifel tiefgreifende Reformen. In Athen braucht man eine effektive Finanzverwaltung, ein verlässliches Katasterbuch sowie endlich eine konsequente Besteuerung der REICHEN und WOHLHABENDEN. Auch die langsame Zurückführung des ausufernden Beamtentums ist eine Aufgabe für jede griechische Regierung. Erneut mehr Druck von IWF, EZB oder aus Brüssel brauchen die Hellenen nicht! Das JA von Athen ist eine Chance nicht nur für Griechenland – > es ist auch gleichzeitig eine Chance für ein anderes und leistungsfähiges Europa.Und zwar ohne Euro und ohne die Dominanz der EU.
Die Tatsache – > dass es in Mittel-Europa seit 70 Jahren keinen Krieg mehr gab – > verschweigen EU-Politiker und Medien. Denn das Kunstgebilde der dahinsiechenden EU ist kein Friedenswerk. Genau genommen ist das Gegenteil der Fall. Der Euro hat die Euroländer in einen Finanzkrieg geführt. Brüssel provoziert nicht nur Russland – > sondern stößt auch vielen muslimisch geprägten Staaten ständig vor den Kopf. Siehe zum Beispiel die Türkei. Wer nicht zur Euro-Zone oder zur EU gehören möchte – > wird systematisch diskreditiert, hinterlistig desavouiert und in häufig übelster Form diskriminiert. Wir werden deshalb abwarten müssen – > ob unsere vermeintlichen Volksvertreter in Brüssel, Paris, Madrid, Rom, den Haag oder Berlin noch in der Lage sein werden, den Euro abzuschaffen und das Kunstgebilde der EU zu verändern.Denn der Begriff NATIONAL ist positiv belegt!
Der CDUler Bosbach scheint ganz offensichtlich diese Fähigkeiten nicht mehr zu besitzen. Yanis Varoufakis dürfte als hellenischer Held und glühender Patriot in den OLYMP aufsteigen.Udo Piasetzky / Vorstandsvorsitzender / Deutscher Rentenschutzbund e.V. drsb@deutscher-rentenschutzbund-ev.dehttp://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de
zum Bild: Die griechische Sprache hat ein eigenes Alphabet, welches dem lateinischen und dem kyrillischen Alphabet als Vorbild diente (Quelle: Wikimedia, Christos Vittoratos, CC BY-SA 3.0)



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