Flüchtlinge und Flüchtlingspolitik - Eine Information und Meinungsäußerung zum Weiterreichen von Tristan Abromeit, 17.8.2015, Marsdorf



Text: 139
Liebe Grüne in Neustadt a. Rbge.

Neulich las ich in der Leine-Zeitung, dass die ersten Flüchtlinge aus den aktuellen Flüchtlingsströmen herzlich begrüßt wurden. Das ist gut so. Für eine Partei, die sich für den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang verantwortlich fühlt, ist das aber nicht genug. Matthias Koch schreibt heute in dem Leitartikel der HAZ, der mit dem Titel „Die große Kollision der schönen Ziele“ überschrieben ist, u. a.:
… Die SPD sieht inzwischen die Dinge differenzierter. Ihre führenden Leute spüren, dass eine große Kollision von Zielen droht, für die man sich noch zu Zeiten Willy Brandts gleichzeitig einsetzte: ja zur Weltoffenheit, ja zum Sozialstaat.

Heute ist die Frage: Will man wirklich an allen geltenden Sozialstandards festhalten? Oder lieber das Land so weit es geht öffnen? Für schnelle Arbeitserlaubnisse, für ein massenhaftes Anheuern auswärtiger Helfer setzen sich liberale Kräfte ein: Leute in Politik und Industrie, denen es übrigens auch egal ist, wenn dem Staat Asylbewerber fast genauso lieb und teuer sind wie Hartz-IV-Empfänger. SPD-Wähler aber legen schon mal die Zahlen nebeneinander. Und fragen sich auch, was im Einwanderungsland der Zukunft einmal werden wird aus so schönen Dingen wie dem kostenlosen Arztbesuch, der Rente mit 63 und dem eben erst eingeführten Mindestlohn.

Und auf Seite 2 der HAZ von heute wird dann das Thema von Stefan Kruse unter der Schlagzeile „SPD geht in Asylpolitik auf strengen Kurs“ abgehandelt. Und das Handelsblatt leitet seinen Beitrag zum Thema am 16. 08. 2014 im > Sommerinterview mit Merkel „Das ist unseres Landes nicht würdig“ < wie folgt ein:
Der große Flüchtlingsandrang treibt die deutsche Politik um. Bringt die Einstufung der Balkan-Länder als sichere Herkunftsstaaten etwas? Im Interview sagt die Kanzlerin, das müsse auf europäischer Ebene geklärt werden. http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/sommerinterview-mit-merkel-das-ist-unsereslandes-nicht-wuerdig/12195440.html?mbnl=17082015&mbnl=17082015

In der gedruckten Programmübersicht der Ev. Akademie Loccum für das 2. Halbjahr 2015 las ich jetzt:
59 / 30. September - 2. Oktober 2015 Flüchtlingspolitik in Niedersachsen Wie gelingt das Zusammenspiel von kirchlichen und nichtkirchlichen Akteuren in der Flüchtlingsarbeit? Die weltweiten Kriegs- und Krisenerscheinungen führen dazu, dass seit 2013 eine größere Zahl von Flüchtlingen in Deutschland und damit auch in Niedersachsen und auf dem Gebiet der Landeskirche ankommt. Die Tagung behandelt aktuelle Fragen der Flüchtlingspolitik und nimmt besonders die Zusammenarbeit von kirchlichen und nichtkirchlichen Akteuren in den Blick.

Tagungsleitung Albert Drews / E-Mail: Albert.Drews@evlka.de
Und:
60 / 2. - 4. Oktober 2015
Neuer Termin: 27. - 29. November 2015 laut http://www.loccum.de/programm/prog.htm l
Politik für Flüchtlinge statt gegen Flüchtlinge
Ansätze für eine Humanisierung der europäischen Flüchtlingspolitik
Debatten über die europäische Flüchtlingspolitik werden von einer Haltung
der Gefahrenabwehr dominiert. Diese Tagung soll die Bedürfnisse der
Flüchtlinge und die Fähigkeiten der aufnehmenden Gesellschaften in den
Vordergrund rücken. Was würde eine Öffnung der EU-Grenzen für Migrationswillige
bedeuten? Worauf kommt es bei einem einheitlichen Anerkennungsverfahren
an? Wie ließe sich ein Aufnahme- und Ausgleichssystem
gestalten, das sich an der Leistungsfähigkeit europäischer Regionen orientiert?
Tagungsleiter:Marcus Schaper / E-Mail: Marcus.Schaper@evlka.de
An dem Flüchtlingsthema wird deutlich, dass der Mensch sich gar nicht politisch engagieren kann, ohne in der einen oder anderen Weise schuldig zu werden. Die heute sich weiter entwickelnden Zustände waren im Zeitraum der Parteigründung vor 35 Jahre schon vorhersehbar.

Und die Tragik des Prozesses liegt darin, dass der Zustrom von Flüchtlingen und Asylsuchenden um so größer wird, je menschenfreundlicher sie in Europa aufgenommen werden und je kleiner das Risiko des Todes im Mittelmeer wird. Wenn sich nicht Maßgebliches in den Herkunftsländer und in der Weltökonomie ändert, wird der Tag kommen, in dem das allgemeine Hauen und Stechen bei uns und in ganz Europa beginnt. Dabei ist es doch so, bei der Betrachtung jedes einzelnen Flüchtlings haben wir doch das Gefühl, der habe doch unsere Hilfe nötig und unser Willkommen verdient. Wir benehmen uns wie Ärzte, die überlebensnotwendige Operationen unterlassen, weil sie den Patienten die nicht vermeidbaren
Schmerzen nicht zufügen mögen.

Ich hatte ursprünglich vor, zu dem Thema Immigranten, Asylanten und Wirtschaftsflüchtlinge eine gut gegliederte Arbeit vorzulegen. Das lasse ich aber, weil mir dazu zur Zeit die Kraft und Zeit fehlt und mich noch andere Themen bedrängen. Ich werde mich hier kurz fassen und schon auf Niedergeschriebenes zurückgreifen.

Im Februar 2015 schrieb ich in einem Beitrag zum Thema 800 Jahre Neustadt und die Wirkung der Braktiaten bei den damaligen zahlreichen Stadtgründungen (Text 133.1) und aktuell bezogen auf einen Vortrag zum Thema Hexenverbrennungen folgendes:

Die Veranstaltung fand gestern, am 12. Februar, im Café Regenbogen in der Mittelstraße statt. Ich bin hingefahren, um zu hören und zu sehen, was die Vortragenden zu berichten haben. Auf der Fahrt mit dem Auto in die Kernstadt habe ich das Radio eingeschaltet und wurde auf diese Weise wieder mit dem Thema Asyl und Flüchtlinge, mit der Bereitschaft zur Hilfe und mit dem Widerstand gegen Flüchtlingsquartiere konfrontiert. Es war auch die Rede davon, dass zur Zeit 50 Millionen Menschen wegen der Bedrohung durch Krieg, Verfolgung und Hunger auf der Flucht sind. Naturgesetzlich ist, dass der Mensch bei Bedrohung flieht, wenn er nicht durch Kämpfen seine Situation verbessern kann. Nicht naturgesetzlich sind die Ereignisse, die zur Flucht Anlass geben. Weder die Deutschen allein noch die Europäer zusammen, sind alleinverantwortlich für die Zustände in der Welt. Aber wenn Europa alle Mühseligen und Beladenen aufnehmen würde, ohne Reformen mit in die Welt ausstrahlender Wirkung vorzunehmen, würde es sich
vermutlich bald in einem Zustand befinden, den die Flüchtlinge entfliehen wollen. Es ist rationaler, humaner und kostengünstiger die Welt so zu gestalten, dass weniger Opfer und Flüchtlingselend entsteht, als hinterher mit staatlicher und privater Wohltätigkeit den Schaden an Leib, Seele und Gut zu begrenzen. Als Pazifist sage ich: Es mag Situationen geben, in der Bundeswehrsoldaten streitende Parteien in einem anderen Land trennen können und ihr eine Zeit zur Besinnung verschafft. Aber die Welt braucht keine deutschen Waffen und nur in Extremfällen deutsche Soldaten, die Welt braucht Ärzte für Ökonomie und Ökologie, am besten solche aus Krisenländern, die bei uns ausgebildet wurden, nach dem die Wissenschaften zu ihrem eigentlichen Auftrag zurück oder erstmals hingefunden haben.

Am 1. Mai 2001 schrieb ich:

Was ist z.B., wenn sich die Hungernden in den verschiedenen Erdteilen organisieren und von Einpeitschern animieren lassen, gen Norden zu ziehen? In dem geplanten Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven würden keine Güter gelandet, sondern Menschenmassen, die ungefragt zu uns kämen:
Zehntausende, Hunderttausende dann in Millionenschüben. Mit welchem Recht? Mit dem gleichen Recht, das sich der weiße Mensch nahm, als er sich mit Landnahme, Mord, Versklavung und Mission die Welt in Besitz nahm und ihr seinen kulturellen Stempel aufdrückte. Nicht nur die Deutschen würden mit Entsetzen den Vorgang erleben, aber wir wären zusätzlich durch den auf uns lastenden Holocaust gelähmt, um uns mit Gewalt dagegen wehren zu können. Es ist ein Entwicklungsmodell, was wir nicht ernsthaft fördern können, was uns aber ernsthaft bedroht, wenn wir so weitermachen wie bisher. (Der Gedanke geht auf eine Diskussion mit einem Freund in den 80er Jahren zurück. Mehr darüber in dem Text „Agenda Niedersachsen 2001 / zweiter Teil“, S. 67/68.
http://www.tristan-abromeit.de/pdf/19.1%20Offener%20Brief%20Nds.Landtag%20II.pdf

Ich bin an einer E-Mail-Liste beteilig, in der wir uns hauptsächlich über ökonomische Themen austauschen. Neulich schickte ein Teilnehmer eine Datei mit Stadtansichten. Auf dem ersten Bild ist die Frage zu lesen: „Welche Stadt ist das??? Es folgten dann Bilder wie das oben eingefügte.
Das Schlussbild enthielt folgenden Text:

Es ist MARSEILLE (Frankreichs zweitgrößte Stadt)
Und was ist die zweithäufigste Sprache, die in Marseille. gesprochen wird, es ist ‘‘Französisch‘‘. Denn die häufigste Sprache ist ‘‘ARABISCH‘‘.

Im Jahre 1980 sagte Ghadaffi in einer Ansprache, es bestehe keine Notwendigkeit, Europa zu erobern, denn in 20 Jahren ist Europa ohnehin muslimisch.

Ich weiß nicht, ob die Bilder selber und ihre Auswahl ehrlich sind, dass heißt, ob eine Meinungsmanipulation ausgeschlossen werden kann. Darauf kommt es mir auch nicht an. Es geht mir erstens um eine allgemeine Annahme und zweitens um die Reaktionen darauf. Anzunehmen ist, dass eine Stadt oder ein Dorf, in dem Menschen ihre Sozialisation erfahren haben oder lange gelebt haben, die bzw. das sich zu schnell und zu stark durch Zuzug von Fremden verändert, von denen, die sich bis dahin als Ansässige betrachteten, als verfremdet empfunden werden. Dieses Gefühl des Fremdseins in der eigenen Stadt, im eigenen Dorf, wird zu einer Abwehrhaltung führen. Ich vermute, dass es dabei völlig egal ist, in welchem Land diese Stadt liegt und welcher Ethnie die Bewohner und die Fremden angehören. Der Prozentsatz der Zuwanderung, wo die Offenheit in Feindseligkeit umschlägt, lässt sich wohl allgemeingültig nicht bestimmen, weil hier die Traditionen der jeweiligen Siedlungsgesellschaft eine Rolle spielen. Ich will hier nur darauf hinweisen, dass bei der Beurteilung von Abwehrreaktionen gegenüber Fremden, nicht immer gleich von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ausgegangen werden sollte. Der Mensch ist in der Mehrzahl ein reviergebundenes Tier und reagiert in dieser Eigenschaft auf Revierveränderungen. Der Fremde kann schon ein Mensch aus einer anderen Straße, einem anderen Dorf oder einem anderen Stadtteil sein. Die Flüchtlinge und Vertriebenen im und nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem ehemaligen Osten Deutschlands begegneten den Einheimischen im Westen Deutschlands – trotz der Propaganda, dass sie Schwestern und Brüder seien – auch als Fremde. Mir scheint die Politik und die öffentliche Diskussion berücksichtigt viel zu wenig die Erkenntnisse über die Natur des Menschen und die geschichtlichen Erfahrungen.

Nun ein paar Reaktionen auf die Bilderserie:

Lieber Herr Gartenbauer,
was lernen wir daraus?
- Ausländer raus?
- Oder: Wir brauchen endlich eine weltweit gerechte Wirtschaftsordnung, die von selbst dafür sorgt, dass Menschen ganz überwiegend in ihrer Heimat bleiben und nur als Touristen oder zu Studienzwecken reisen? (Natürlich nicht ernst gemeint, die Frage. Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass die zweite Antwort auch Ihre Zustimmung findet.) Übrigens fällt mir immer wieder auf, wie ernst Muslime ihren Glauben nehmen. Das öffentliche Gebet ist selbstverständlich. Meine Frau und ich falten (fast) immer vorm Essen auch in Restaurants die Hände zum Dankgebet; eine schöne, aber fast ausgestorbene Sitte (wenn man vom geschmetterten "Mahlzeit!" als gar nicht mehr bewusste Abkürzung von "Gesegnete Mahlzeit"
absieht). Bei anderen haben wir das in unserem christlichen Land noch nie beobachtet.
Freundliche Grüße
Anselm Rapp 1
1 Äußerungen einer nichtöffentlichen Diskussion. Zustimmung für die Nennung des Klarnamens eingeholt.

Die Antwort darauf:

Lieber Herr Rapp,
das ist doch gar keine Frage, dass ich mit Ihnen die zweite Antwort voll und ganz teile. Da ich jedoch kein Phantast bin, befürchte ich, dass wir den Ruf: "Ausländer raus" schon bald lauthals von den durch die Straßen ziehenden Gruppen hören werden. Spätestens dann, wenn auch Deutschland in eine schwere Wirtschaftskrise abdriftet, dann ist leider alles möglich und wer dafür verantwortlich ist, müssen wir beide sicherlich nicht diskutieren.

Und was den Glauben anbetrifft, das muss m. E. jeder mit sich selbst ausmachen und es so leben, dass sich Andersdenkende nicht dadurch belästigt fühlen. Was z.B. Muslime in anderen kulturellen Ländern treiben, ist m.E. schon mehr als grenzwertig. Man denke nur an deren Verhalten in öffentlichen
Einrichtungen, wie z.B. in Schwimmbädern. Hier denke ich vielleicht zu radikal, denn wer in einem anderen Kulturkreis freiwillig(!) leben will, hat sich diesem anzupassen oder er soll weg bleiben! Selbstverständlich sind davon politisch Verfolgte, die meistens nicht die Dümmsten sind, ausgenommen und vorübergehend auch Menschen aus Kriegsgebieten. In diesem Zusammenhang stellt sich mir immer wieder die Frage, warum diese Menschen für relativ viel Geld sich dubiosen Fluchthelfern und zwar unter Einsatz ihres Lebens anvertrauen, obwohl man für relativ kleines Geld mit dem Flieger alle größeren Städte Europas erreichen kann? Liegt dies etwa daran, das diese Menschen nicht ordentlich ihre Länder verlassen können?

Außerdem stellt sich die Frage, wer diesen vielen Menschen bis zu angeblich EURO 15.000,-- pro Familie vorfinanziert oder sind diese alle so reich, was ich mir bei dieser Masse kaum vorstellen kann???
… Ihr Felix Gartenbauer 2
2 Da dies keine öffentliche Stellungnahme war, habe ich den Namen ausgetauscht.

Meine Stellungnahme vom 12. August 2015 lautete:
Lieber Anselm,
das Thema Flüchtlinge und Einwanderer ist ein sehr komplexes Thema. Es wäre angebracht, es auch aus freiwirtschaftlicher Sicht zu bearbeiten, denn wenn wir es nur unter dem Aspekt der Nächstenliebe laufen lassen, kann es passieren, dass wir in absehbarer Zeit den europäischen großen Bürgerkrieg
erleben.

Die Ausgangslage ist, dass der weiße Mann in der Vergangenheit sich die Völker der Welt unterworfen hat. Warum sollte der farbige Mann nicht auf die Idee kommen, sich die Weißen zu unterwerfen. Gestern habe ich auf ARTE zwei Dokumentationsfilme über China angesehen, alleine dieses Land kann Europa zu seinem Vorhof machen. Aber von dieser Entwicklung wurde schon in den fünfziger Jahren im Freundschaftsheim Bückeburg gesprochen, sozusagen als Mahnung über den eigenen kleinen Horizont hinaus zu denken.

Wir haben dann die Position der Freiwirtschaft (Gesells): Auf die Erde haben alle Menschen den gleichen Anspruch, egal welcher Ethnie oder Staatsangehörigkeit. Es gilt aber auch die Aussage des verstorbenen Astrophysikers Peter Kaffka: Die ganze Evolution und der Aufstieg der Menschheit erfordert Vielfalt und Gemächlichkeit. Wir erleben aber eine Krise der Beschleunigung, in der viele Menschen sich als Opfer fühlen und zwar nicht nur die Flüchtlinge.

Und für jene, die sich nur als Opfer fühlen, muss eine akzeptable Protestform gefunden werden. Denn wenn hier schon das hohe Gut der Meinungsfreiheit außer Kraft gesetzt wird, dann werden bald weitere Grundrechte folgen. Die geschichtlichen Erfahrungen mit den Flüchtlingen aus dem eigenen Volk wird in der Diskussion ausgeblendet. Wenn deren Leid angesprochen wurde, wurde gesagt, die seien selber schuld, sie hätten Hitler zugelassen. Dagegen wird den Flüchtlingen, die jetzt zu uns kommen, keine Mitverantwortung für ihr Schicksal angerechnet. Unser soziales Sicherungssystem ist für einen geschlossenen Staat mit geringen Austausch seiner Bürger konstruiert und nicht für einen Staat der offenen Grenzen.

Menschen, die in ihrem natürlichen Umfeld hungern müssen, wären keine Menschen, wenn sie sich nicht aufmachen würden, jene Länder zu erreichen, wo es fürs Nichtstun Brot, ein Bett und Geld für die Kulturnutzung gibt.

Regierungen, die die Ursache für die Flucht von so vielen Menschen sind, werden mit Waffen ausgestattet, mit ihnen werden Geschäfte gemacht, anstatt ihnen die Rechnung für die Kosten der Flüchtlingsaufnahme zu präsentieren. Die Zahl der Menschen, die großzügig die Flüchtlingsaufnahme bejahen, würde rapide schrumpfen, wenn ihnen gesagt würde, um wie viel Euro ihr Monatseinkommen dadurch belastet wird. Zu viele Menschen haben immer noch die Vorstellung, wenn der Staat zahlt, dann holt er sich das Geld von den Reichen oder refinanziert sich beim lieben Gott.

Wir haben bei uns nicht nur einen Rassismus der Art, der gegen Angehörige anderer Völker und Rassen eingestellt ist, sondern auch einen, der möglichst zwangsweise alle Rassen vermischen will. Und für diese Leute sind die Flüchtlingsströme ein willkommenes Geschenk.

Das, was wir erleben, ist ein Ergebnis blinder Politik. Schon vor rund dreißig Jahren habe ich mit Nick Wahl - ein Freund der NWO, der mit einer Farbigen verheiratet ist und viele Kinder hat - die Probleme, die wir heute haben und sich steigern werden, besprochen. Das, was wir heute erleben, war vorhersehbar.

(Uns war damals schon klar, dass eine Welt mit sehr unterschiedlichem Entwicklungsstand der Gesellschaften mit großen Gegensätzen von Armut und Reichtum, von Hunger und Überfluss auf Dauer keinen Bestand haben kann. Die Hungernden und die Bedrohten würden zu den vollen Tischen und den Zonen ohne Bedrohung von Leib und Leben drängen. Wir haben überlegt, ob es sinnvoll ist, dass einfach geschehen zu lassen, um dann von einem Zustand der allgemeinen Verarmung und des gesellschaftlichen Chaos eine neue Welt aufzubauen. Wir kamen zu dem Schluss, dass ein einheitlicher weltweiter Neubeginn vermutlich unmöglich wäre und dass dann wohl einzelne Inseln des Wohlstandes entstehen würden. Also wäre es besser das große Chaos zu vermeiden und von den jetzt vorhandenen Wohlstandsinseln aus eine bessere Welt zu entwickeln. Das würde weniger Tränen und Tote erfordern.)

Heute lautet eine Schlagzeile in der HAZ "Ich kapituliere. Mir reicht´s." "Der Blogger Heinrich Schmitz hat in Kolumnen gegen Ausländerhasser gestritten. Jetzt gibt er auf - weil er den Psychoterror seiner Gegner nicht mehr erträgt." Die Polizei hat sein Haus durchsucht, weil seine Gegner bei der Polizei gemeldet haben, er hätte seine Frau ermordet. Und einen anderen Aspekt der Geschichte verdeutlicht die Schlagzeile auf der Titelseite des Handelsblattes der letzten Wochenendausgabe. Dort ist zu lesen: „Milliarden- Geschäft mit der Flüchtlingsnot / Der märchenhafte Aufstieg von Firmen wie > European Homecare <.“

Und in all diesem Geschehen dringen wir mit unserer Friedensbotschaft nicht durch. Es ist zum Verrücktwerden.
Es grüßt Dich Tristan

Am 13. August habe ich geschrieben:

Hallo Listenteilnehmer!
Wir hatten ja gerade das Thema Flüchtlinge in unserer NWO-Liste angeschnitten. Ich will das gar nicht ausweiten. Aber bei der Suche nach anderen Daten bin ich auf folgende PDF-Datei gestoßen. Vielleicht interessiert sich jemand dafür.
Es grüßt Tristan Abromeit

Flucht + Vertreibung 1945/46 - Heimatbund für das …
www.heimatbund-om.de/download.php?download...
https://www.google.de/search?q=Thyphus+in+Bar%C3%9Fel&ie=utf-8&oe=utf-
8&gws_rd=cr&ei=l7nMVdusEMTTU9L-gqgK#q=Typhus+in+Bar
%C3%9Fel&start=10
--
Ich war auf der Suche nach dem Jahr, in dem in meinem Heimatort Barßel im dortigen Krankenhaus eine Quarantänestation für Typhuskranke eingerichtet wurde. Eine Anzahl von weiblichen und männlichen Personen wurden dort eingeliefert, ein paar starben. Ich kam dazu, weil bei mir Paratyphus diagnostiziert wurde. Es war ein heißer trockener Sommer. Das Trinkwasser in den Brunnen war verseucht, eine öffentliche Wasserversorgung gab es noch nicht. Mir fiel nicht mehr ein, welches Jahr es war. Ich tippte auf das Jahr 1947. Vermutlich durch die Suchbegriffe Barßel und Typhus stieß ich dabei auf die Datei mit einer Arbeit über die Flucht, Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg und die dadurch veränderte Bevölkerungsstruktur. Leider ist nicht der Herausgeber und das Erscheinungsdatum angegeben. Aus der Gliederungsziffer 5.5 kann geschlossen werden, dass die Dokumentation für Unterrichtszwecke konzipiert wurde. Am Ende gebe ich das Inhaltsverzeichnis wieder, weil die Dokumentation den heutigen Planern und Helfern zur Bewältigung der Flüchtlingsnot noch behilflich sein kann.

Soweit war ich gestern gekommen. Heute am 18. 08. 2015 ist im Handelsblatt-Morning-Briefing zum Thema Flüchtlinge zu lesen: „Wir sind gefordert, aber nicht überfordert“, sagte kürzlich Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Doch die Zahlenbasis dieser Aussage ist ins Rutschen geraten. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge plant, seine Flüchtlingsprognose anzuheben – und zwar „drastisch“, wie das Handelsblatt aus Regierungskreisen erfuhr. Statt der zuletzt vorhergesagten
450.000 Asylbewerber könnten es in diesem Jahr bis zu 750.000 werden. Wenn es stimmt, was Kurt Schumacher einst sagte, dass Politik mit dem Betrachten der Wirklichkeit beginnt, sollte sich de Maizière heute einen Moment der Stille gönnen. (Der ganze Artikel ist online erwerbbar.)

Da Zahlen ohne Vergleichszahlen wenig Aussagekraft haben, habe ich nach solchen gesucht. Von 2013 auf 2014 ist die Zahl der Menschen bei uns mit Migrationshintergrund von 15.913.000 um 473.000 auf 16.386.000 gestiegen. In 2014 betrug der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung von 80.897.000 = 20,25 %. Geht man davon aus, dass die geschätzten 750.000 Flüchtlinge und Asylanten bleiben (und die Zahl der Zurückgewiesenen durch die Zahl andere Zuwanderer ergänzt wird), dann haben wir einen Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund von 25 %.
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/75231/umfrage/bevoelkerung-mit-und-ohne-migrationshintergrund-in-deutschland/

Um eine zuverlässige Belastungsgrenze (die auch eine Förderungsgrenze sein kann) für unsere Gesellschaft mit Migranten zu finden, müssen sicher ein Dutzend Staaten mit einem Dutzend Vergleichsdaten wie Arbeitslosigkeit, Krankenstand, Kriminalität etc. untersucht werden. Unser Vorbildstaat USA hat ja erhebliche Schwierigkeiten mit der Integration, nicht nur mit der gegenwärtigen Immigranten, sondern auch mit jenem Bevölkerungsteil, deren Vorfahren als Sklaven in die USA gekommen sind.

Die politischen Parteien können jedenfalls nicht davon ausgehen, dass sich alles von alleine regelt und ihre Aufgabe nur darin bestünde, den Einheimischen einzutrichtern, dass sie lieb zu den Zugereisten sein müssten. Bei den Kosten ist auch nicht nur an jene zu denken, die beim Aufnahmeverfahren anfallen, sondern auch jene die sich in anderer Form bemerkbar machen. Zum Beispiel müsste bei gleichbleibenden Wohnungsbestand die durchschnittliche Miete steigen. Wenn bei den Krankenkassen die durchschnittliche Zahl der unentgeltlich mitversicherten Familienmitglieder steigt, entsteht hier auch ein Kostendruck, der über höhere Beiträge ausgeglichen werden müsste. Zuwanderer sind der Tendenz nach auch Lohndrücker.

Gewinner bei der Zuwanderung sind bei dem geltenden Bodenrecht in jedem Fall die Bodeneigentümer. Alle anfallenden Kosten müssen – auch wenn die Finanzierung über Staatskassen fließt – aus dem Arbeitsertrag der Werktätigen finanziert werden. Auch wenn es dem Staat gelingen mag, partiell den Kapitalertrag zur Kostendeckung anzuzapfen, sollte nicht vergessen werden, dass der Kapitalertrag ein Tribut der Arbeit an das Kapitel ist. (Die freiwirtschaftlichen Gründer der grünen Partei wollten helfen, die Last des Tributs der Arbeit durch eine Politik der Vollbeschäftigung zu verringern. Anders orientierte Gründer verstanden das nicht oder lehnten den Ansatz ab, weil sie ihn als Bedrohung ihrer marxistischen Lösung empfanden. Auf ungewollte Weise haben so die Grünen 35 Jahre mitgeholfen, die heutigen Flüchtlingswellen entstehen zu lassen.)

Eine Partei, die gegründet wurde, um einen Beitrag zur Gesellschaftsgestaltung zu leisten, darf und kann die Nebenwirkungen der Zu- und auch der Abwanderung nicht unbeachtet lassen. Hier sollten nicht Ideologien einen Maßstab der Beurteilung abgeben, sondern möglichst korrekte Daten.

Aus Verlautbarungen von Unternehmer-Zusammenschlüssen ist häufiger zu hören, dass ausländische
Facharbeiter ins Land gelassen werden sollten. Wenn ein Facharbeitermangel besteht, ist das ein bequemer Weg für Unternehmer zur Abschaffung eines Mangels. Erstens beantwortet das die Frage nicht, warum diese Facharbeiter nicht unter der noch viel zu großen Zahl der Arbeitslosen zu finden sind und zweitens wäre es wichtiger, diese ausländischen Arbeitnehmer in ihren Heimatländern produktiv – im Sinne der Entwicklung der Wirtschaft in ihren Heimatländern – werden zu lassen, so dass dort der Emigrationsdruck abgebaut wird. Hier bei uns hat die Zuwanderung von Facharbeitern die Wirkung, dass eine Lohnsteigerung der hiesigen Facharbeiter ausgebremst wird. Und ich möchte auch noch in
Erinnerung bringe, dass die DDR die Mauer in Berlin und den Zaun an der Grenze zum Westen gebaut hat, weil sie fürchtete, ihre Wirtschaft könnte sich nicht entwickeln, wenn alle Fachleute auswandern würden.

Einen Punkt möchte ich noch ansprechen, der mir Unbehagen schafft. Im Netz tauchen immer mehr Berichte auf, in denen gesagt wird, dass der Auslöser für die Flüchtlingsströme, die für Europa und insbesondere für Deutschland eine Belastung sind, gar nicht bei den Flüchtlingen läge, sondern bei politisch wirksamen Kräften, die auf diese Weise Europa schwächen und Deutschland umformen wollen. Ich halte nun nicht viel von Verschwörungstheorien – auch wenn im Einzelfall Verschwörungen nachweisbar sind -, sondern gehe von Fehlleistungen im Denken aus, wenn Fehlleistungen im Handeln feststellbar sind. Aber merkwürdig finde ich die Politik Deutschlands schon. Anstatt die Ursachen der Flüchtlingsströme zu bekämpfen, verausgabt man sich mit der Bewältigung dieser Ströme. Es ist so, als
wenn ein Mensch beim Überlaufen seines Waschbeckens immer nach trockenen Tüchern greifen würde, statt erst einmal den Wasserhahn zuzudrehen. Da die Lüge und die Täuschung, nicht nur in Diktaturen normale Gestaltungswerkzeuge sind, sondern – wie man in zahlreichen Berichten lesen kann – auch in demokratisch verfassten Staaten, ist es ratsam, auch in dieser Hinsicht wachsam zu bleiben. TA

oooooooooooo
Inhaltsverzeichnis vom erwähnten Netzfund.
1. Zeitzeugen berichten von Flucht und Vertreibung Seite
1.1. Von Klinthenen, Ostpreußen, nach Goldenstedt …...................... 2
1.2. Von Rosenau, Westpreußen, nach Vechta …............................... 4
1.3. Von Mittelwalde, Schlesien, nach Lohne ….....................................7
1.4. Von Leisersdorf, Schlesien, nach Vestrup ….................................. 9
1.5. Von Breslau über Vestrup ins Schwabenland …............................11
2. Karten
2.1. Deutschlandkarte Übersicht (1926/29) …...................................... 14
2.2. Ostpreußen mit Danzig (1926/29) …............................................. 15
2.3. Schlesien, Ausschnitt (1913) …..................................................... 16
3. Mögliche Aufgabenstellung zu den Berichten der Vertriebenen 17
4. Zur Eingliederung der Flüchtlinge und Vertriebenen im
Oldenburger Münsterland
4.1. Gemeindedirektor a. D. Franz Wiese aus Garrel berichtet …........ 18
4.2. Bericht zur Aufnahme der Flüchtlinge und Vertriebenen
in Goldenstedt …........................................................................... 22
5. Zahlenreihen
5.1. Bevölkerungsentwicklung im Oldenburger Münsterland 1939-1955 23
5.2. Bevölkerung, Konfessionsverteilung und Anteil der Vertriebenen
im Oldenburger Münsterland 1950 ….............................................. 24
5.3. Anteil der Nichteinheimischen in den Städten und Gemeinden des
Landkreises ….................................................................................. 25
Cloppenburg 1949
5.4. Hauptherkunftsgebiete der Vertriebenen im Landkreis Cloppenburg
(1949) …............................................................................................ 26
5.5. Mögliche Aufgabenstellung zu den Zahlenreihen und Hinweise zur Interpretation.
Flüchtlinge u. Flüchtlingspolitik - 12 - Text 139 / TA / August 2015



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