Gegen Agro-Gentechnik: Hofpfisterei übergibt 68.238 Unterschriften an bayerischen Landtag


Ein deutliches Signal der Bevölkerung gegen Agro-Gentechnik: Nach der im vergangenen Herbst gestarteten Unterschriften-Aktion konnte die Hofpfisterei am 16. Juli die Forderung von knapp 70.000 Bürgern an alle Politiker, egal ob in Bayern, Berlin und Brüssel übergeben. Diese sollen die kommerzielle Nutzung von Agro-Gentechnik und die Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen verhindern. Die Unterzeichner verlangen, dass – auch im Rahmen der TTIP- und CETA-Verhandlungen zwischen der EU und den USA – Bayern und Deutschland Gentechnik-frei bleiben. Die Hofpfisterei ist ein Pionier der ökologischen Lebensmittelherstellung. Bereits Ende der 70er Jahre hatte der damalige Geschäftsführer Siegfried Stocker den Anspruch, die Brote aus möglichst naturbelassenen Rohstoffen zu backen. 1978 hat er diesen Grundsatz im Unternehmensleitbild der Hofpfisterei verankert: „Ziel der Hofpfisterei ist es, immer mehr Menschen, die dies schätzen, mit immer natürlicherem und ursprünglicherem, umweltbewusst hergestelltem, schmackhaftem Brot zu versorgen.“Auf dieses Versprechen vertrauen unsere Kunden. Die Hofpfisterei ist im Großraum München regelmäßig in jedem 2. Haushalt vertreten, deshalb wollen wir auch in Zukunft an diesem Versprechen festhalten und für unsere Kunden kämpfen, dass Bayern und Deutschland Gentechnik-frei bleiben, erklärt Frau Nicole Stocker.Die Unterschriftenaktion hatte die Hofpfisterei mit einer Aufklärungskampagne begleitet und unter anderem ein eigens produziertes Magazin in den auflagenstärksten bayerischen Tageszeitungen beigelegt. Darin erfuhren die Leser alles Wissenswerte rund um die Agro-Gentechnik und ihre Auswirkungen etwa auf Honig, Bier und Brot sowie auf die Landwirtschaft. Ziel der Aktion war es, die Bevölkerung über die Gefahren der Agro-Gentechnik aufzuklären.Die Hofpfisterei will die Menschen motivieren, Stellung zu beziehen und den Politikern ins Gewissen zu reden, damit der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen verhindert wird und Lebensmitteln mit gentechnisch veränderten Zutaten deutlich gekennzeichnet werden müssen. Dieser Forderung wird mit der Unterschriftenübergabe im bayerischen Landtag Nachdruck verliehen.Noch ist Deutschland größtenteils Gentechnik-frei, während in rund 20 Ländern weltweit bereits auf mehr als 175 Millionen Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden. Doch die Verhandlungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) lassen das Schlimmste auch für Bayern und für Deutschland befürchten. „Deutsche Politiker kommen den Lobbyisten global agierender Agrarkonzerne immer weiter entgegen oder überlassen ihnen das Feld gleich komplett, obwohl die übergroße Mehrheit der Deutschen Gentechnik in der Landwirtschaft strick ablehnen“, sagt Nicole Stocker, Geschäftsführerin der Hofpfisterei. „Gemeinsam mit 68.238 Bürgern fordern wir die Politiker auf, den Wählerwillen zu respektieren und Agro-Gentechnik zu verhindern.“Einen Schutz vor Agro-Gentechnik bietet derzeit der Ökolandbau. Die Hofpfisterei und die dazugehörige Meyermühle in Landshut sind bestrebt, so viel Öko-Getreide wie möglich aus Bayern zu verarbeiten. Somit leistet die Hofpfisterei ihren Anteil dazu, dass Flächen in Bayern frei von Agro-Gentechnik bleiben. Zur Verdeutlichung: Ein 2-kg Laib Pfister Öko-Bauernbrot sorgt dafür, dass ca. 4 qm landwirtschaftliche Nutzfläche frei bleiben von Agro-Gentechnik und allen anderen „Segnungen“ der industriellen Landwirtschaft. In diesem Zusammenhang möchte ich mich bei Herrn Staatsminister Brunner für sein Engagement im Rahmen der Kampagne „Bayern Bio Regio 2020“ bedanken, erklärt Nicole Stocker. Damit wird den Bemühungen, mehr Öko-Rohstoffe aus Bayern beziehen zu können, gebündelt und neue Anreize für Landwirte geboten, die ihren Hof auf ökologische Landwirtschaft umstellen wollen.



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