Hiroshima war ein Verbrechen. Nagasaki erst recht.



In seinem Buch „Nagasaki: Der Mythos der entscheidenden Bombe“ beschreibt Klaus Scherer den Atombombenabwurf als Menschentest und Kriegsverbrechen. CICERO bringt einen Auszug. Ich zitiere:

US-Historiker Martin Sherwin: »Je mehr ich aber aus amerikanischen, japanischen und auch russischen Archiven lernte, desto klarer wurde das Bild, dass beide Bomben unnötig waren. Auch wenn Kriege immer unmoralisch sind und die Ermordung und Vernichtung von Zivilisten allemal.«

Militärisch waren die Bomben tatsächlich nicht nötig, und ethisch waren sie ohnehin nicht zu rechtfertigen. Das bestätigten nach dem Krieg viele hochrangige Generäle, die selbst darüber entsetzt waren. Der entschiedenste war Trumans eigener Stabschef, Admiral William Leahy, der dem Präsidenten vorwarf, er habe ihn in die Irre geführt.« Leahy habe die Atombombe als Massenvernichtungswaffe verurteilt. Truman habe ihm deshalb eigens versichert, damit nur militärische Ziele anzugreifen.

In Wahrheit habe Amerika dann aber auch so viele Zivilisten wie möglich getroffen. »Leahy war darüber ebenso empört wie seine Kollegen Eisenhower, Nimitz, Spaatz und Arnold. Fast alle Top-Militärs widersprachen, wir können die ganze Liste durchgehen. Alle wussten, dass Japan längst besiegt war und kapitulieren wollte. Wie konnte unser Land das erste sein, kritisierten sie, das da noch diese schreckliche Bombe einsetzte?«

Leahy sprach in seinen Memoiren ausdrücklich von »ethischen Standards, die unter Barbaren finsterer Zeiten üblich waren«. Er sei als Soldat nicht gelehrt worden, dass man »Kriege auf diese Art führe«. Sie könnten nicht dadurch gewonnen werden, »indem man Frauen und Kinder zerstört«.

http://www.cicero.de/weltbuehne/atombombe-auf-nagasaki-japan-haette-auch-ohne-bombe-kapituliert/59654



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