Lauf, kauf und tausch wieder um … „Der Weihnachtskaufrausch“ ;-)



Das Fest der Liebe, tzzz., das Fest der Ismusse (Ego-, Kapital- und Materialismus) …
und der Selbstbeweihräucherung! Jammern auf hohem Niveau, jeder ist sich selbst der Nächste.

Weiß wirklich jeder noch was Weihnachten bedeutet? Eher sollte man davon ausgehen, dass die Menschen an ein 13. Monatsgehalt, eine Spielkonsole, Schmuck, Urlaub zum 2. oder mehr, besser an einem prall unterlegten Weihnachtsbaum denken.

Habe ich wirklich alle Geschenke eingekauft oder es ist noch nicht genug? Das könnte er/sie auch noch gebrauchen. Hier das bunte Papier, dort die schönen Schleifchen und spätestens 1 Minute nach der Bescherung werden die Müll Ressorts wieder überquellen.

Was ist es amüsant nach den Feiertagen zu beobachten, wie der hektische Lauf von Vorweihnachten, den nach-weihnachtlichen Abtrieb ventilartig vollzieht.

Abgehetzte Käufer, gestresste Verkäufer und plärrende Kinder und so wird dem Weihnachtsgeist der Kehraus geblasen.

Wie die Heckenschützen liegen zum Jahresbeginn die Schnäppchenjäger auf der Lauer und bevor die Inventur zur Buche schlägt darf man noch mal ein 2. Weihnachten vollziehen.

„Alle Jahre wieder“ … und wer denkt an das Kind in der Krippe, an die vielen armen Menschen überall auf der Welt? Wer sieht die vielen hungernden Kinder, selbst in unserem Land? Wer schaut in die Obdachlosen Heime, wer besucht die Arche, die Tafel, wer lädt einen Einsamen zu sich ein oder besucht ihn schlichtweg selbst? Wer denkt an längst Vergessene, an alte Freunde, an Menschen die einem auf dem Weg halfen? Und wer denkt an die vielen Mutmacher und Kranken aber auch seine Helfer die jetzt in Not sind?

Wem kümmert wirklich heute noch etwas? Alle sind nur mit sich selbst beschäftigt und keiner sieht wo Notstände sind. Willkommen im Club der Egoisten und wer braucht wirklich all das Zeug, gibt es nicht Menschen auf der Welt, die es viel nötiger hätten?

Gestern sah ich eine Sendung über die Arbeit bei der Arche, man zeigte Kinder, die ganz einfache Wünsche hatten. Und es lief mir kalt über den Rücken, denn diese Menschen dachten nicht nur um ihrer selbst wegen, die Wünsche und Träume lagen weitaus höher und sie waren so menschlich. Kinder zogen einen sehnlichen Wunsch ihrerseits, den Wünschen ihrer Eltern vor. „Bei uns ist die Waschmaschine kaputtgegangen und wir sind 7 Kinder, meine Mama schafft das alles nicht mehr. Ich wünsche mir zu Weihnachten eine Waschmaschine!“ Worte die einem die Tränen aus den Augen fließen ließen. Der Helfer Wunsch und die Liebe zu den Eltern lag näher als der eigene Wunsch.


Es gibt sie noch die Menschen und es bedarf nicht großer Geschenke. Auch strahlten die Augen eines 6-jährigen Mädchens, hier unter uns in Deutschland, da sie eine hübsche Schneekugel geschenkt bekam, sie war überaus glücklich und küsste zufrieden ihre Kugel.

Es ist Weihnachten, man hat es schön gemütlich und andere die nicht an diesem teilhaben können, frieren, hungern, haben keine Geschenke, werden nicht besucht, uvm., sie werden nicht bedacht, es geht uns hier ja so gut. Und allem schlechten Gewissen voraus, spenden wir zur Seelenberuhigung, es wurde ja etwas getan. Wer sah wirklich schon in welche Quellen die Gelder flossen, erreichten sie die Menschen auch Weihnachten und halfen dort wo echte Not am Manne/Frau war?

Um sein Gewissen zu beruhigen denkt man nicht lange nach, gibt und denkt sich: „Ich habe etwas Gutes getan!“ Schnell ist die Geste wieder in Vergessenheit geraten und gerne trinkt man mit seinen Freunden auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein und nascht die köstlichen gebrannten Mandeln und die Maronen werden auch mal probiert. Hier und dort etwas Feines, dort ein Backfisch Brötchen und anderswo eine Bratwurst, Bergische Waffeln mit Kirschen und Sahne oder auch herzhafte Reibekuchen. Es duftet und reizt die Sinne, alles wird ausgekostet und am Rande steht ein Kind und schaut dem Treiben verzaubert hinterher.

… da war doch etwas! „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ …

Lauft und kauft nur und seid stolz auf Euer Tun! Einst wird der Tag kommen wo es jedem bewusst und zu Gemüte geführt wird.

Hier fällt dieses Jahr Weihnachten wieder aus, doch wir haben uns und uns selbst, unsere Ziele und die Hoffnung, die niemals aufgegeben wird und das teilen wir mit vielen Gleichgesinnten. Es gibt andere Werte als Geschenke und dieser Lauf um Nichts, denn am Ende haben wir wirklich nur uns.

Denn genau das was jetzt schön verpackt in den FOKUS rückt, ist es das falsche BILD, der SPIEGEL wird es ins rechte Licht rücken! ;-)

Willkommen in der 2-Klassen Gesellschaft!

Frohe Weihnachten!

Carpe Diem!

Nachdenkliche und besinnliche Grüße

Susanne Elisabeth Füllgraf (S.E.F.)
(Text/Idee/Urheberin: S.EF./Suse)



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