Peru – Tourismus und Gastronomie


ÜberblickPeru wird als Reiseziel immer bedeutsamer und interessanter. Zwischen den Jahren 2000 und 2013 hat sich die Zahl der internationalen Touristen in dem südamerikanischen Land fast vervierfacht – von 800 000 auf 3,16 Millionen. Im gleichen Zeitraum sind die Einnahmen durch den Tourismus von 861 Millionen USD auf 3 925 Millionen USD gestiegen. Die Zahl der Touristen aus Deutschland stieg von 35 821 im Jahr 2004 auf 65 952 im Jahr 2014, was fast einer Verdoppelung entspricht. Neben opulenten Tourismusangeboten kann Peru mit einer mehrfach preisgekrönten Gastronomie aufwarten. Dieser Artikel stellt seine wichtigsten Tourismusziele und die Gastronomie vor. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Peru liegt bei 10 Nächten, Europäer bleiben 15 Nächte. Insgesamt belaufen sich die Durchschnittsausgaben aller Touristen in Peru auf ca. 1 000 USD, Europäer geben durchschnittlich 2 000 USD aus, Deutsche konsumieren für 2 250 USD, Briten für 2 500 USD und Australier für 2 600 USD.TourismusPeru ist landschaftlich sehr vielfältig und gliedert sich in 3 Vegetationszonen. In den Küstenstreifen („Costa“), die Gebirgsregion der Anden („Sierra“) und den Regenwald („Selva“). Hierdurch ergibt sich ein abwechslungsreiches Klima und macht Peru zu einem interessanten Reiseziel für Touristen aus aller Welt. Der überwiegende Teil der Besucher kommt aus Lateinamerika – allen voran aus Chile mit etwa 1 Million jährlichen Touristen.Im Nordwesten befindet sich Máncora – ein ehemaliges kleines Fischerdorf. Es ist ideal zum Baden und Surfen. Von hier aus können Tagestouren in das „Nationale Schutzgebiet von Manglares de Tumbes“ - mit den einzigen Mangrovenwäldern Perus – unternommen werden. Darüber hinaus finden hier Besucher Krokodile, diverse Fisch- und Vogelarten und den Mangrovenbär. Ebenfalls an der Pazifikküste, aber weiter südlich, befinden sich Chan Chan und Huanchaco. Chan Chan ist eine Museumsstadt – bestehend aus Sand – und war die Hauptstadt der Chimú Kultur (21 000 Touristen, davon 3 000 aus dem Ausland). Huanchaco ist ein beliebter Badeort der Region in dem Besucher die „Cabalitos de Totora“ – kleine Schilfboote, die seit Jahrtausenden als Fischerboote dienen – bestaunen können. Als Geheimtipp der Region gilt der Besuch der Pyramide „Huaco del Sol“, südöstlich von Chan Chan und nahe der Stadt Trujillo. Ein erster großer Touristenmagnet im Norden des Landes stellt die „Dschungel-Stadt“ Iquitos dar. Von hier aus können diverse Touren in den peruanischen Dschungel im Amazonasgebiet unternommen werden. Durch seine abgeschiedene Lage ist die Stadt nur per Flugzeug oder Schiff erreichbar. Den Nationalpark „Pacaya Samiria“ besuchten  12 000 Touristen, davon 6 000 Ausländer.Im Zentrum Perus befindet sich die ehemalige Inkahauptstadt Cusco. Ein Besuch der Stadt ist beeindruckend. Auch eine Tour in das umliegende „heilige Tal“ ist äußerst lohnenswert. Von Cusco fahren täglich Züge nach Machu Picchu – die berühmte Ruinenstadt der Inkas   (1,1 Millionen Besucher, davon 780 000 Ausländer). Mitten im Urubama-Tal gelegen kann diese berühmte Stätte auch im Rahmen einer mehrtägigen Wanderung auf den Spuren der Inkas besucht werden. Unabhängig davon, für welche Form der Anreise sich entschieden wird – zählt der Besuch Machu Picchu zu einem der touristischen Highlights Perus. Östlich von Cusco kann der „Nationalpark Manú“ besucht werden. Zu empfehlen sind Touren rund um die Stadt Puerto Maldonado – es wird behauptet, dass der Artenreichtum der Flora und Fauna hier besonders hoch sei. Verglichen mit Iquitos sind Unterkünfte und Touren preiswerter. Die peruanische Hauptstadt Lima befindet im Westen an der Pazifikküste. Hier verschmelzen Gebäude im Kolonialstil, insbesondere im Zentrum, mit einer hochmodernen Architektur – z.B. im Stadtteil Miraflores.Im Süden des Landes befinden sich zwei weitere Touristenmagnete. Mitten in den Anden, ca. 100 km nordwestlich der Stadt Arequipa befindet sich das „Colca-Tal“. Vom höchsten Berggipfel bis zum Fluss „Rio Colca“ ergibt sich eine Tiefe von 3 269 m, womit er tiefer als der „Grand Canyon“ in den USA ist (185 000 Touristen, davon 125 000 Ausländer). Die atemberaubende Landschaft ist die Heimat einer bis zu 12 kg schweren Geier-Art mit einer Flügelspannweite von bis zu 3,2 m – dem Andenkondor. Vom „Cruz del Condor“ kann der Besucher jeden Morgen die Kondore dabei beobachten, wie sie sich in die Lüfte schwingen. Der zweite Touristenmagnet ist der Titikaka-See, der höchstgelegene schiffbare Binnensee der Welt. Auf einer Höhe von 3 800 m befindet er sich zwischen Peru und Bolivien. Ausgangspunkt von Exkursionen ist auf peruanischer Seite die Stadt Puno. Von hier aus können tägliche Bootstouren auf die schwimmenden Inseln („Uros“) unternommen werden. Sie bestehen aus Totora-Schilf. Weitere interessante Ziele sind die Inseln „Taquile“ und „Amantani“. Ebenfalls lohnenswert ist ein Besuch der zweitgrößten peruanischen Stadt Arequipa. Mitten in den Anden auf 2 355 m  kann man das Panorama von 3 Vulkanen genießen, bergsteigen und die ehemalige Klosterstadt „Santa Catalina“ besuchen.GastronomiePeru beeindruckt durch seine vielseitige und mehrfach ausgezeichnete Gastronomie. In den Jahren 2012 bis 2015 gewann Peru den Preis „World`s Leading Culinary Destination“. Die Gastronomie Perus ist im Jahr 2014 um 4,5 % gewachsen und damit stärker als die gesamte Volkswirtschaft des Landes – diese wuchs „nur“ um 2,4 %.Perus Nationalgericht ist „Ceviche“, eine Speise deren Grundbestandteile roher Fisch - in Limetten eingelegt - und Zwiebeln sind. Diese Speise wurde durch japanische Einwanderer eingeführt und existiert in regional unterschiedlichen Variationen.Foto: Eric Janotta (2014) – „Ceviche“ in ArequipaWeitere Gerichte sind das allseits beliebte „Anticucho de Corazón“ (Rinderherz am Spieß), „Tacu-Tacu“ (Bohnen und Reis) und „Carapulcra“ (Schmorgericht). Zu den regionalen Spezialitäten aus der Region, rund um die Stadt Arequipa, zählt beispielsweise das „Rocoto Relleno“ – gefüllte Paprikaschote oder auch „Papa Rellena“ – einer Art Kartoffelauflauf. „Arroz Chauffa“ ist ebenfalls sehr typisch und wird überwiegend in sogenannten „Chifas“, chinesisch – peruanischen Restaurants, angeboten.Im Jahr 2015 wurden die weltweit besten Restaurants gewählt und Peru befindet sich mit dem „Central“ in Lima an vierter Stelle. Weitere Spitzenadressen innerhalb Peru sind u.a. das „Rafael“, das „Maido“, das „Astrid&Gastón Casa Moreyra“ und das  „La Rosa Náutica“.Traditionelle peruanische Küche gibt es u.a. im „Fiesta Chiclayo Gourmet“ und im „José Antonio“. Im „Amaz“ und im „El Rocoto“ kommen Freunde und Neugierige der regionalen Küche auf ihre Kosten. Fleisch- und Grillgerichte werden im „Carnal“ und im „La Carreta“ besonders gut zubereitet. Wer sich für Fischgerichte Perus interessiert sollte in das „La Rosa Náutica“ gehen und sich verwöhnen lassen. Im „Central“ und im „IK-Iván Kisic“ wird der Gaumen durch aktuelle Speisen verwöhnt. All diese Restaurants befinden sich in der peruanischen Hauptstadt. Jedoch haben auch andere Städte großartige Lokale zu bieten. Zu erwähnen sind diesbezüglich das „Cicciolina“ in Cusco und das „Zig Zag“ in Arequipa. Neben einer hervorragenden Küche ist Peru für den Pisco, ein weinbrandähnliches Getränk,  berühmt. Ein Gläschen empfiehlt sich im „Mayta“ und im „Malabar“.In dieser kurzen Übersicht zeigt sich, wie vielfältig der Tourismus und die Gastronomie Perus sind. Letztendlich ist für jeden Geschmack etwas dabei und es ergeben sich zudem eine Fülle von Investitionsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen.Autoren
Holger Ehrsam, Inhaber, EHRSAM PERU-CONSULT www.peruconsult.de
Eric Janotta, Spezialist, EHRSAM PERU-CONSULT, Inhaber: Holger Ehrsam www.peruconsult.deKontakt:
An den Mühlwegen 48, 60439 Frankfurt a.M. - Telefon (Deutschland): +49 1573 6487661 Telefon (Peru): +51 99 33 0 77 60 - holger.ehrsam@peruconsult.de - Skype: EHRSAMPERUCONSULT



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